Um eine Erkenntnis reicher in Osnabrück

Vorhin war ich nach der Uni kurz mit der Kamera unterwegs, um so ein paar Ecken abzugrasen, an denen ich interessante Dinge gesehen habe im letzten halben Jahr, welche ich nun endlich auch mal festhalten wollte. Problem an der Sache: diese Dinge bekommt ihr heute nicht zu sehen. Denn diese Dinge sind zwar Orte (also statisch), sehen aber nur unter gewissen Umständen cool aus (Menschen, dynamisch).

Genau diese Orte sind nämlich heute allesamt anders gewesen, als sonst. Leere, Baugerüste, usw. haben mir heute einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es ist zwar nicht so, dass ich diese Dinge heute nicht auch fotografiert hätte, aber zufrieden stellen sie mich nicht.

Lehre daraus: Niemals los gehen, um etwas bestimmtes zu fotografieren. Es geht tierisch in die Hose.

Klingt zwar komisch, aber vielleicht sollte ich diese Lehre direkt revidieren. Weil wenn man sich mit der Kamera in der Hand zu Fuß bewegt, wird man bei wachem Auge doch auf einiges aufmerksam, was dann doch etwas hergibt.

Hier also meine Ausbeute der letzten Stunde:

Dog & Man On BicycleDog & Man On BicycleHauseingangThe View From The Evening

UPDATE: Habe noch etwas am PC gesessen und das Ganze hier noch etwas erweitert. Zum Schluss noch eine kleiner Eindruck dessen, was sich direkt vor meinem Schreibtisch-Fenster abspielt.

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Ein knappes halbes Jahr Macintosh

29.06.2009 | thoughts | 1 Kommentar

Vor rund einem halben Jahr habe ich mir ein MacBook gekauft, da mein alter Dell sich verabschiedet hat (DVD-Laufwerk liest nichts mehr, Bildschirmhelligkeit liegt maximal noch bei 30%, Display insgesamt sehr wackelig). Als ich vor dem Kauf eines neuen Laptops stand, habe ich mich also intensivst umgesehen nach alternativen zu Dell (Problem an Dell ist einfach, dass man die Notebooks quasi blind kauft. Eine Überprüfung der Haptik ist nicht möglich, da sie ausschließlich im Dell-Onlineshop verkauft werden.).

Also erstmal eine Pro/Contra-Liste aufgestellt zu meinem Dell aufgestellt:

Pro

  1. Preis-Leistungsverhältnis (Moderne Hardware zu akzeptablem Preis)
  2. Möglichkeit Windows XP anstelle von Vista in der Konfiguration auszuwählen
  3. Möglichkeit den Laptop selbst zu konfigurieren
  4. Recht hohe Akkulaufzeit

Contra

  1. Verarbeitung in meinen Augen nicht sehr gut (viel Kunststoff)
  2. Ist schnell sehr heißt geworden
  3. Erfahrung gemacht, dass Teile kurz nach Garantieende “ausfallen”
  4. 15″ ist mir letztendlich doch zu groß, da mein Laptop auch viel mit unterwegs ist
  5. Akku recht schnell defekt.

Resultat daraus:

  1. Es muss ein 13″-Laptop her
  2. Verarbeitung gut (Haptik vorher überprüfen)
  3. Hohe Akkulaufzeit (Hatte ich beim Dell bereits)

Dass der Laptop meine Ansprüchen genüge tun sollte, liegt ohnehin auf der Hand.

Erste Suche

Erste Anlaufstelle, um sich mal einen Überblick über die Preis- und Angebotslage zu verschaffen war Amazon. Und ich war wirklich erstaunt, festzustellen, dass es garnicht so sehr viele 13″er gibt. Angefangen hat das ganze mit einem Fujitsu-Siemens um die 500€, dann ein Toshiba bei 750€, das Weiße MacBook bei rund 900€. Ernüchternd, wo ich doch dachte beim Umstieg auf ein 13″-Notebook noch unter 1000€ zu bleiben. Und wenn ich ehrlich bin: die Modelle unter 1000€ (ich habe mir den Toshiba und das weiße MacBook im Saturn angesehen und angefasst) entsprachen nicht meinen Vorstellungen. Das MacBook hätte man beim Bezug über Apple natürlich noch updaten können, hätte aber trotz Bildungsrabatt bei meiner Wunschkonfiguration die 1000€ Grenze überschritten. Etwas ernüchtert, aber um eine Info reicher: Geld werde ich im Vergleich zu meinem Dell Inspiron 6400 wohl nicht einsparen können.

Die Ü-1000er

Im Bereich jenseits der 1000€-Grenze (wohlgemerkt hier die Recherche direkt in Geschäften gemacht) fand ich dann Samsung, Sony Vaio, Asus und Apple vor. Und egal welches man davon in der Hand hatte, wenigstens wirkte die Verarbeitung bei allen ordentlich. Genau das hatte ich gesucht.

Warum letztendlich Apple?

Natürlich sieht das MacBook schön aus. Aber die Sony Vaio stehen dem auch nichts nach. Asus? Samsung? Nun gut, Asus teilweise sehr abgespaced und eckig (Gamer-Notebook). Ich will zwar nicht behaupten, dass mir das Design schlichtweg egal sei, habe aber versucht es bei der objektiven Beobachtung einfach mal außer Acht zu lassen.

Die Apple-Kriterien

  1. Unibody: Der Korpus des Laptop ist aus einem Aluminiumblock (Leicht, aber robust) herausgefräßt worden.
  2. LED-Display mit Glasscheibe: 30% Energieersparnis und dank des Glases auch strapazierfähiger.
  3. Betriebssystem: Mac OS X Leopard. Bei Freunden bereits getestet und sehr positiv überrascht ob der Einfachheit der Bedienung, sobald man sich daran gewöhnt hatte.
  4. Der Preis: dank Bildungsrabatt konnte ich preislich noch in der Kategorie der Vaios und vor allem auch meines Dells bleiben +  ich konnte mir im Apple-Shop direkt den RAM aufstocken + über Unimall als Gratiszugabe eine 500GB-Festplatte einsacken.

Ein halbes Jahr Apple

Ein Feind von Windows war ich nie. Windows XP hat mir außerordentlich gut gefallen und nach 4 Jahren XP war ich auch, wie ich behaupten würde, recht fit. Relativ stabil gelaufen ist es bei mir auch, sogesehen also keine Probleme. Aber Mac OS X bietet doch einige Vorteile, die zwar nicht die Welt bewegen, aber in der Summe nachher einen entschieden angenehmeren Umgang mit seinem Computer ermöglichen.

  1. Der Finder: Wo der Windows Explorer doch sehr langsam und statisch wirkt, empfinde ich den Finder als genau das, was einen guten Filebrowser ausmacht: schnelle Suchfunktion, viele Anzeigemöglichkeiten, Vorschau einer Datei noch im Browser (gerade bei PDF-Dokumenten für die Uni oder einzelnen Teilen eines Videos, das zusammengeschnitten werden soll, sehr nützlich). Des Weiteren gibt es die Möglichkeit in der linken Navigationsleiste Favoritenordner anzugeben, die den Schnellzugriff auf die Favoriten zulässt.
  2. Synchronisation: Meinen Kalender sinnvoll mit dem Handy zu synchronisieren fand ich unter Windows schwierig. Mit dem Synchronisationstool von Apple geht dies sogar über die Bluetooth-Verbindung.
  3. iWork: Zugegeben, bis vor 4 Wochen habe ich noch OpenOffice genutzt als Office-Anwendung, aber nachdem ich mir die Demo von iWork 09 heruntergeladen habe, war klar, sobald diese abgelaufen ist, muss iWork 09 her. Zwar nicht zwingend angenehmer als Microsoft Office, aber besonders Keynote (Apple’s Powerpoint) finde ich genial.
  4. Stabilität: Das System läuft stabil. Lediglich einmal ist mir das MacBook bislang so abgestürzt, dass nur noch das komplette Ausschalten notwendig war.
  5. Software: Das MacBook hatte natürlich jede Menge sinnvoller Tools vorinstalliert: iCal, Photobooth, iChat, Time-Machine (regelmäßige Systembackups auf externe Festplatte) und vor allem: Vorschau. Vorschau ist quasi das IrfanView für Apple. Schnell mal ein Bild verkleinern: kein Problem.
  6. weitere Software: Wer heutzutage noch behauptet, man soll sich keinen Apple kaufen wegen Inkompabilität, der hat sich einfach nicht gut informiert. Für nahezu jedes Must-Have-Programm unter Windows gibt es entweder eine Apple-Version oder ein nahezu identisches Programm eines anderen Anbieters. Lediglich auf dem Spiele-Sektor sieht es momentan noch etwas mau aus. Da ich aber eh nicht sonderlich häufig noch Computer spiele, ist dies für mich nicht von Bedeutung.

Fazit

Ich bin durch und durch zufrieden mit dem Kauf. Zwei kleine Wehmutstropfen sind vielleicht, dass ich z.B. die Firmware unseres WLAN-Routers updaten musste, damit sich der Apple verbindet und die Folgekosten für eventuelle Bildschirmadapter hoch sind (Einmal MiniDisplayPort -> DVI und 1 MiniDisplayPort -> VGA (für Präsentationen in der Uni) = 60€.

Was allerdings schön ist, sollte man mal ein Problem oder eine Frage haben: im Unterschied zu Windows gibt es in Deutschland weniger als 10 populäre Foren, in denen man Antworten bekommt. Das ganze ist also sehr übersichtlich und spart einem im Falle von Probleme eine lange Suche, wie es oftmals zu Windowszeiten war.

Dennoch würde ich nicht jedem zu einem Apple raten. Wer ohnehin keine Lust hat, sich ernsthaft mit dem Betriebssystem zu befassen und sich schon unter Windows da einfach nur durchgequält hat, dem rate ich bei Windows zu bleiben. Nachteile habe ich so in der Form noch nicht wirklich entdecken können, zumal Apple im 13“-Sektor sich von qualitativ vergleichbaren Laptops preislich nicht stark unterscheidet.

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Fotos Kleine Freiheit Osnabrück

Am Freitag bin ich auf dem Weg zum Bahnhof nochmal kurz an der Indiediskothek “Kleine Freiheit” vorbei gelaufen und nochmal ein paar Fotos geschossen:

Kleine FreiheitPartybus
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Fotostrecke: Freibaderöffnung in Bad Bentheim

26.06.2009 | photography | 2 Kommentare

Am Mittwoch ist das neue Naturfreibad in Bad Bentheim feierlich eröffnet worden. Neben dem Freibad an sich, welches wirklich schön geworden ist (habe bisher keine Fotos vom Becken gemacht, hole ich aber definitiv nach), war das Highlight der Erföffnungszeremonie die “School’s Out-Party” des UJH Bad Bentheim.
Hier nun also eine kleine Fotostrecke (die abgebildeten Bands sind: Calexo III, My Own Hostage, North And About):
DancerCalexo-GuitarCalexo-CrowdHeavy Metal WinnersMy Own HostageMy Own Hostage-BoxNorth And AboutNorth And About

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Ein paar Fotos vom Abiball am vergangenen Samstag

Letzten Samstag war er da: der Tag, an dem nun auch mein Bruder offiziell aus der Schule entlassen wurden. Abitur bestanden. Sogar um 0,1 Notenpunkt besser als ich, aber nun. Die Abiturnote interessiert eh nur bei der Bewerbung um Lehrstellen/Ausbildungs-/Studienplätze – und den habe ich längst (4. Semester).

Hier nun zwei Fotos, die ich an dem Abend geschossen habe, die mir besonders gefallen:

BuffetItaliani

Habe an dem Abend leider sehr wenig fotografiert, da ich überwiegend damit beschäftigt war, meinen gästlichen Pflichten (Essen, Trinken, Smalltalk) nachzukommen.

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The Kills und die Bedeutung einer Sicherheitskopie

25.06.2009 | music | Kein Kommentar

Eigentlich nur ein Streit, wie er in jeder Beziehung vorkommt, und eigentlich auch nicht der Rede wert, wäre da nicht ein kleiner Umstand, der das Ganze so brisant macht:

Kate Moss, bekanntermaßen Freundin von The Kills-Mitglied Jamie Hince, hat kürzlich in einem Streit vor Wut eine Tasche in den Pool geworfen. Ganz normaler Alltag? Irgendwie schon. Jedoch war durchaus wertvolles Material in der Tasche: Blackberry und Laptop von Hince nämlich. Das Zusammenspiel von Elektronik (insbesondere Handys und Laptops) brauche ich hier nicht zu erklären: Datenverlust garantiert! Und in diesem Fall hat es das jüngste Songmaterial der Kills erwischt, die unwiderrufbar verloren sind und von denen offenbar auch keine Sicherungskopien von gibt.

Ärgerlich, ärgerlich, Mr Hince!

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Diskussionsrunde von gestern Abend auf Phoenix

23.06.2009 | thoughts | 3 Kommentare

Die komplette Diskussionsrunde mit Dirk Hilbrecht (Piratenpartei) und Prof. Rupert Scholz (CDU) auf Youtube

(Youtube Direktpiraten)

Wurde zwar schon alles zu gesagt, aber der Vollständigkeit halber: Hier nochmal für alle, die’s gestern oder heute morgen verpasst haben, die komplette Sendung.

Christoph Minhoff diskutiert mit Prof. Rupert Scholz (CDU, ehem. Bundesminister der Verteidigung und Staatsrechtler) und Dirk Hillbrecht (Vorsitzender der Piratenpartei Deutschland) zum Thema:

“Unter Piraten – Wem gehört das geistige Eigentum?”

Nerdcore 23.06.09 11:30 René

Eigentlich wollte ich ja komplett auf diese Netzsperren/Zensursula-Debatte verzichten auf Stereokultur.com, aber die “Expertenrunde” gestern Abend auf Phoenix, auf die ich durch Nerdcore.de aufmerksam geworden bin, fand ich so dermaßen interessant und typisch für dieses Topic, dass ich doch darüber berichten werde.

Also die Talkrunde seht ihr oben im Nerdcore-Quote schon. Schaut sie euch an! Die 45 Minuten sind sinnvoll investiert.

Besonders interessant fand ich persönlich, dass scheinbar der Vorsitzende der Piratenpartei der Einzige in der Runde war, der überhaupt wusste, wovon er redete. Der Diskussionsleiter und der CDU-Vertreter haben ständig versucht ihm die Worte im Mund zu verdrehen, was er aber mit sich nicht machen ließ. Schade, dass die Sendung nach 45 Minuten schon vorbei war, zu Ende diskutiert war dort nämlich garnix.

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GEMA: Petition online mitzeichnen !!!

22.06.2009 | thoughts | Kein Kommentar

Letzte Woche habe ich hier über die geplante Erhöhung der Zahlung an die GEMA für Konzert-Veranstalter berichtet, heute lese ich auf intro.de, dass es eine ePetition beim Bundestag für dieses Thema gibt.

Die Petition selbst und weitere Infos gibt es hier.

Bis zum 17. Juli müssen 50.000 Menschen die Petition mitgezeichnet haben, damit diese als TOP im Bundestag zur Debatte kommt. Sollten diese 50.000 Stimmen nicht da sein, und die GEMA das Vorhaben ohne weiteres durchsetzen würde, bedeutete dies das Aus für kleine Konzerte und Festivals, was in Deutschland zu einem starken Verlust von (Jugend-)Kultur führen dürfte.

ALSO: PETITION MITZEICHNEN !!! Die Registrierung dauert ca. 2 Minuten Zeit, das Mitzeichen eine weitere.

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Neues Video von Simian Mobile Disco auf YouTube

22.06.2009 | music | Kein Kommentar

Viel besser kann die Woche garnicht anfangen. Nachdem ich seit schätzungsweise Freitag nicht mehr mit dem Internet verbunden war, sah ich heute morgen auf dem Simian Mobile Disco YouTube Channel, dass sie ein neues Video hochgeladen haben.

Der Song heißt “Audacity Of Huge” und ist verglichen mit einem Song wie “Sleep Deprivation” des letzten Albums eher poppig, was aber in diesem, meinem Fall keine negative (leider ist dies oft so) Konnotation hat.

Hier also nun das knallbunte Video:

Der Song wird auch die erste Single-Auskopplung des kommenden Albums “Temporary Pleasure” sein.

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Spiegel: “Gema will an Konzerten mehr Geld verdienen”

18.06.2009 | thoughts | 3 Kommentare

Nur mit Live-Acts lässt sich noch richtig Kasse machen: In dieses Mantra der siechen Musikindustrie stimmt nun auch die Gema. Im Namen des Urheberrechts fordert die Verwertungsgesellschaft mehr Geld von den Konzertveranstaltern. Die Branche protestiert energisch.

Berlin – Die Zeiten, in denen man mit dem Verkauf von Alben und Singles noch sehr viel Geld verdienen konnten, sind vorbei. Das hat auch die Verwertungsgesellschaft Gema bemerkt und fordert nun eine Beteiligung am letzten profitablen Sektor im Musikgeschäft: dem Geschäft mit Live-Musik.

Bis 2014 möchte die Gema ihren Anteil an den Umsätzen der Konzertveranstalter deutlich steigern: zehn Prozent der Einnahmen sollen dann an die Verwertungsgemeinschaft fließen. Bisher zahlen die Konzertveranstalter sehr viel weniger.

Ihre Abgaben staffeln sich zurzeit nach der Größe des Konzerts. Für eine Veranstaltung mit bis zu 3.000 Zuschauern zahlen sie 1,9 Prozent der Einnahmen an die Gema; bei einer Show mit bis zu 15.000 Besuchern sind es 1,5 Prozent; bei Konzerten mit mehr als 15.000 Besuchern 3,6 Prozent.

Die Gema bezeichnet die derzeitige Höhe der Beteiligung als “unangemessen niedrig”. Die deutliche Aufstockung bis 2014 soll Schritt für Schritt vollzogen werden. Bereits ab dem 1. Februar zahlen die Konzertveranstalter mehr. Geplant ist ein plus von 14 Prozent auf die derzeitigen Abgaben.

Die stufenweise Erhöhung soll es den Konzertveranstaltern ermöglichen, sich auf die neuen Tarife einzustellen, teilte Gema-Pressesprecherin Bettina Müller in einem offiziellen Statement mit.

Dass die Gema nun mehr auf den Live-Sektor setzt, verwundert kaum. Seit Monaten hat sich im im Musikgeschäft die Erkenntnis durchgesetzt, dass nur noch mit Konzerten Geld zu verdienen ist. Prominentestes und gerne genanntes Beispiel: Pop-Veteranin Madonna, die 2007 ihre Plattenfirma Warner Music verließ, um sich zukünftig vom Konzertveranstalter Live Nation managen zu lassen.

Jens Michow, Präsident des Bundesverbandes der Veranstaltungswirtschaft (idkv), bezeichnet die Erhöhung dagegen als “Wucher”. Bei dieser maßlosen Politik der Gema dränge sich der Eindruck auf, dass die Veranstaltungsbranche für die weggebrochenen Einnahmen aus dem Tonträgerverkauf herhalten müsse.

Während nach Angaben der Verbände die Autorenvergütung bei einem beispielhaften Rockkonzert mit 1.200 Besuchern und einem Eintrittspreis von 23 Euro bei rund 600 Euro liege, wolle die Gema die Vergütung bis 2014 auf 2.580 Euro erhöhen. Bei einem Konzert mit 5.000 Besuchern und einem Durchschnittspreis von 45 Euro sollen es künftig 18.000 Euro statt wie bisher 3.370 Euro sein.

Ein Angebot des Verbandes für eine moderatere Erhöhung der Beteiligung, habe die Gema abgelehnt. Der idkv hatte deshalb bereits nach Weihnachten gemeinsam mit dem Verband der deutschen Konzertdirektionen ein Schiedsstellenverfahren gegen die Verwerter eingeleitet.

Die Gema vertritt in Deutschland die Urheberrechte von mehr als 60.000 Mitgliedern wie Komponisten, Textautoren und Musikverleger, sowie von mehr als einer Million Rechteinhabern aus aller Welt.

Sollte dies wirklich in der Form durchgesetzt werden, dürfte das den Tod für so einige kleinere Festivals bedeuten. Als ebenfalls Konzert- und Festivalveranstaler muss sagen, dass unser Festival finanziell ohnehin schon eng bemessen ist. Künstlergagen sind in den letzten Jahren in die Höhe geschossen, Sponsoren springen wegen Finanzkrise ab, die öffentlichen Töpfe zu Förderung von Kultur sind ohnehin leer. Sollte nun die GEMA noch höhere Abgaben erhalten, fällt es schwer einen sinnvollen Finanzierungsplan für ein Festival aufzustellen.

Dieses Problem wird die großen Festivalveranstalter nicht großartig berühren. Da wird dann hier und da nochmal 5€ aufs Combi-Ticket draufgeschlagen, Parkplätze werden teurer und Getränkepreise hochgeschraubt. Aufgrund des für die Masse ansprechenden LineUps wird es dennoch ausverkauft sein und die Veranstalter ihr Geld nach Hause bringen.

Für ein kleineres Festival unter 1.000 Besuchern wird es jedoch schwieriger. Preissteigerungen sind auch bei Veranstaltern unbeliebt, da man nach Möglichkeit den Besucher nicht mehr ausbeuten möchte, als nötig. Getränkepreise anzuheben ist auch ungünstig, da durch hohen Konsum ca 40% der Festivaleinnahmen gemacht werden.

Kurz: das Eis wird dünn, wenn die GEMA diesen “Wucher” durchzieht. Die in Deutschland hohe Festivaldichte wird sich 2014 extrem ausgedünnt wiederfinden. Gemeinnützige Organisationen, die Festivals veranstalten, werden dies wohl oder übel aufgeben müssen, da es einfach nicht finanzierbar ist, und die kommerziellen Veranstalter werden höheren Zulauf haben, da sie quasi alleine auf weiter Ebene stehen.

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Neues Muse Album im September

16.06.2009 | music | Kein Kommentar

Auf ihrer Internetseite veröffentlichten Muse heute morgen das Releasedatum ihres fünften Studioalbums. “The Resistance” wird demnach am 14. September 2009 released. Weitere Informationen sind noch nicht bekannt, die Tracklist soll aber u.A. bald veröffentlicht werden. Ich bin gespannt, ob es wieder eher zurück zu “Origin Of Symmetry” geht oder doch eine noch etwas elektronischere Weiterentwicklung von “Black Holes And Revelations” wird.

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Sonic Youth: Album-Stream

16.06.2009 | music | Kein Kommentar

Auf der niederländischen Seite 3voor12 steht momentan das aktuelle Sonic Youth Album “The Eternal” als Stream online. Wer also in “The Eternal” hereinhören möchte, sollte dies dringend tun. Die Qualität ist natürlich nicht mit CD oder 320kbps-MP3 vergleichbar, um sich aber ein Bild vom neuen Longplayer zu machen reicht es allemal.

Mir gefällt das Album sehr gut, finde aber nach wie vor “Goo” besser und mein absoluter SY-Favorite-Song “Pink Steam” wird auf diesem Album auch nicht getoppt.

Hier findet ihr den Stream.

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