Einige Schritte zurück – aber viele nach vorn!

16.10.2012 | thoughts | Kein Kommentar

Seit ich im April oder so das neue Layout fertig hatte, zu dem ich mir seiner Zeit viele Gedanken gemacht habe, ist nach anfänglicher Euphorie irgendwie der Spaß am Bloggen verloren gegangen. Es wurde einfach seltener und das obwohl es ja eigentlich anders kommen sollte. Strukturelle Veränderungen, die sich im Layout wiederfanden (Featured-Content Slider, Reduktion auf Textauszüge statt Volltext auf der Startseite, Anzeige von Artikelbildern und Sidebar nun im Fußbereich) waren für die Übersicht alles Dinge, hinter denen ich auch heute noch stünde, wäre mir nicht eine Sache aufgefallen:

Meine Motivation, schnell noch eben was zu bloggen, was mir gerade gefiel, lies sehr stark nach. Musikvideos wurden hier nicht gezeigt, weil es mir zu umständlich war, noch eben einen Screenshot für das Artikelbild zu machen, andere Dinge fielen weg, weil ich mir einfach nicht sicher war, ob sie überhaupt noch passten.

Zugegeben: die Frage nach der eigenen Identität dieses Blogs stellte ich mir schon länger. Habe ich doch 2009 angefangen das Ding eher etwas persönlich zu gestalten, wurde mir das zum Teil bei Kooperationen zum Verhängnis (sie kamen aus diesem Grund nicht zustande), bewirbt man sich bei Festivals als Fotograf, war es ebenso. Die Lösung lag vorerst nah: Layoutveränderungen, die dem Nutzer suggerieren, es handle sich hier um eine Art Magazin. Es wirkte professioneller, die Zusagen kamen dann auch. Alles sehr schön – eigentlich!

Was mir natürlich direkt auffiel: wo damals noch 50% eigene Inhalte (Fotos, Texte) zu entdecken waren, ist es heute eine Ausnahme, wenn mal etwas persönlicheres dabei ist.

Anfang des Jahres war ich mir dieser Problematik bereits bewusst und wollte dem ganzen entgegenwirken, indem ich meine ganze eigenen (sagen wir mal) Arbeiten extern präsentieren wollte. Eine Art Journal, in dem ich Fotos und Filme, die ich gemacht habe, chronologisch geordnet präsentiere. Leider ist auch diese Idee irgendwie an der eigenen Motivation gescheitert. Kaum jemand hat sich diese angesehen und so grandios war das Layout auch nicht, dass es mir noch lange gefallen hätte. Die Konsequenz: wenn überhaupt, habe ich meine Fotos doch wieder hier präsentiert (sofern es mehrere waren, die auch thematisch zusammenhingen), einzelne Schnappschüsse sind nach wie vor nur auf meinem Rechner zu finden.

Was jetzt folgt wird hier mit Sicherheit nicht die letzte Veränderung gewesen sein, vielleicht denke ich auch in 4 Wochen wieder anders über die ganze Sache, aber:

ich gehe drei Schritte zurück ins Jahr 2009, als ich mit den ersten Layouts hier Beiträge chronologisch mit Volltext (nicht zwingend mit einem Bild für den Artikel) auf der Startseite untereinander angeordnet hatte, werde wieder eigene und fremdgenerierte Inhalte mischen und gehe damit viele viele Schritte nach vorn, denn stereokultur ist ab heute wieder das, was es eigentlich seit je her sein sollte:

persönlich, authentisch und etwas mit dem ich mich zu 100% wohl fühle, ohne mich dafür zu verbiegen.
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