Flume: Flume (Album Tipp)

30.01.2013 | music | Kein Kommentar

Gestern bin ich bei Marc nochmal drüber gestolpert und erinnerte mich, dass es da dieses Album gab, welches ich Anfang des Jahres im Postfach hatte, mir als Favorit markierte, aber nie reingehört hatte. Gelockt wurde ich primär dadurch, dass der Künstler heißt wie mein Lieblingssong von Bon Iver: Flume. Das kuriose daran ist jetzt eigentlich, dass laut Pressemitteilung der Name auch von diesem Song kommt. Hinter Flume verbirgt sich der 21-jährige Australier Harley Streten, der in seiner Heimat bereits große Erfolge vorzuweisen hat. Doch auch hier zu Lande ist er kein vollkommen unbeschriebenes Blatt. Netzaffinen menschen dürfte der Name vor allem in den Popular-Listen von HypeMachine bereits häufiger über den Weg gelaufen sein.

Sein selbstbetiteltes Debütalbum erscheint am 22. Februar in UK über Transgressive Records und ich würde es jedem an’s Herz legen, der auch nur einen leichten Fable für beatlastige, elektronische Klänge hat und sich durch HipHop-Elemente nicht stören lässt. Von Anfang bis Ende hat jeder Song das gewisse Etwas und man kann es so furchtbar gut von vorn bis hinten durchhören, eine Qualität, die aktuell leider nicht jedes Album besitzt. Musikalische Vergleiche aus dem Pressekit: The XX, Four Tet und Totally Enormous Extinct Dinosaurs.

Unten noch das Video zu Sleepless (feat. Jezzabell Doran) . Und falls sich genau wie ich jemand fragt, woher man den Song kennen könnte? Schaut doch mal hier: Mirage.

Einen 10-minütigen Teaser für die Platte gibt es auch noch:

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Bloc Party: Truth (Musikvideo)

29.01.2013 | music | Kein Kommentar

Wenn es eine Band gibt, die wohl maßgeblich dazu beigetragen hat, dass mein Musikgeschmack heute so ist, wie er ist, dann dürfte das Bloc Party vor gut 7 Jahren getan haben. Ihr Debütalbum Silent Alarm ist nicht umsonst einer dieser Soundtracks einer ganzen Generation (oder vielleicht eher eines Genres) geworden, denn gewisse Dinge haben sich bei dieser Band einfach manifestiert. Dazu gehört eben auch, dass auch auf dem vierten Studioalbum noch Songs zu finden sind, die eben jenen Spirit, der Bloc Party damals ausmachte, ins Jahr 2013 zu transportieren. Dieser Song ist im Fall der aktuellen Platte Four (zu der ich nach wie vor keine klare Meinung habe) ganz klar Truth, welcher nun mit einem sehr interessanten Video bedacht wurde. Passend zur Musik loopen sich die Musiker durch diverse Szenerien. So unspektakulär das klingen mag, gut aussehen tut es definitiv.

Federführend verantwortlich für dieses Video zeigt sich Clemens Habicht.

Four (Deluxe Edition) (Amazon)

(via: nicorola)

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Daughter: Still (Musikvideo)

28.01.2013 | music | Kein Kommentar

Daughter ist mir seiner Zeit mit ihrem Song Youth erstmalig zu Ohren gekommen. Irgendwie fand ich bei dem Song diese treibenden Drums im Kontrast zu dieser sanften Stimme unheimlich erfrischend. Gerade auch in dem Live-Mitschnitt aus St.Giles kam das sehr geil rüber. Und genau auf diesen Spuren wandelt auch ihr neues Video zum Song Still, welcher auch auf dem If You Leave befinden wird. Das Video dazu sehr melancholisch, erzählt die Geschichte der zweifelnden Protagonistin und kommt recht düster daher. Die gute Dame sollte man definitiv auf dem Schirm behalten. Das könnte etwas großartiges werden.

Mehr Videos von Daughter gibt es hier auf tape.tv!

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Ein paar Worte zum gestrigen Saarland-Tatort

28.01.2013 | thoughts | 1 Kommentar

Was war da gestern Abend los? Der erste Saarland-Tatort mit neuen Kommissaren war für mich der wohl schlechteste Tatort, den ich je gesehen habe, reiht sich aber für mich absolut gut in die letzten Tatort-Wochen ein, die sich doch regelmäßig an Einfallslosigkeit (mit Ausnahmen) überbieten wollten. Das, was wir gestern Abend allerdings ertragen mussten, setzte dem ganzen dann doch die (Märchen-)Krone auf.

!!!  WER DIE FOLGE NOCH SEHEN WILL, SOLLTE HIER NICHT WEITERLESEN !!!

Dabei fing doch eigentlich alles ganz gut an – zumindest filmisch. Teilweise für Tatort schon experimentelle Kameraperspektiven bewundern durften, ein anfangs durchaus mutig wirkendes Colorgrading und eben dieser ständig wiederkehrende DSLR-Look mit geringen Schärfebereichen und viel Einsatz von Handkamera-/Steadycam-Aufnahmen. Das alles lies einen zumindest für die ersten 20 Minuten noch an einen tollen Einstand der neuen Kommissare Lisa Marx (gespielt vom regionalen Nachwuchstalent Elisabeth Brück) und Jens Stellbrink , verkörpert von Devid Striesow, den ich noch aus Filmen wie Yella, Napola oder  zuletzt auch aus Fraktus kannte. Und genau da fing für mich das Problem auch schon an. Erinnerte der von Striesow gespielte Charakter doch sehr stark an den durchgeknallten Journalisten, den er in Fraktus spielte.

Das ganze wäre ja auch noch halbwegs verkraftbar gewesen, wenn seine neue Kollegin einen irgendwie gearteten Gegenpol dargestellt hätte, der eine Interaktion zwischen beiden irgendwie akzeptabel hätte erscheinen lassen. Denn neue Tatort-Kommissare mit einem Hang zu seltsamem Verhalten haben es in ihrem Kollegium nie leicht, deren Einleben kann man aber dennoch für den Zuschauer spannend und eben nicht nur anstrengend gestalten, denken wir an Kommissar Peter Faber, der mit seinem labilen Verhalten ja eben auch irgendwie allen vor den Kopf stößt. Kollegin Marx dagegen wirkte kühl und geordnet wie die Schubladen eines Gefrierschranks, besaß eine Mimik wie das Kool Savas-Poster, welches jahrelang an der Innenseite der Toilettentür hing und erinnerte eher an die unter Alexithymie leidende Komplizin irgendeines Cobra11-Bösewichts. Getoppt wurde diese Figur nur noch durch die zwischen Karriereaufstieg und Unfähigkeit tappende Staatsanwältin Dubois (gespielt von Sandra Steinbach).

Dass bei einem derartig chaotischen Polizei-Team natürlich die Handlung auch an vielen Punkten hapert, war ja abzusehen. Dass Polizisten in ihrer Freizeit in irgendwelche bis in Regierungskreise eines anderen Landes reichende kriminelle Machenschaften verstrickt werden, ist das eine. Dass eben jener Kommissar dann noch das in diesem Zusammenhang gerettete Kind entführt, eine Reggae-hörende Miss Marple-Greisin in diese Entführung involviert, eine weitere Sache. Insgesamt wirkte es einfach wie ein vollkommener Griff ins Klo. Da scheint jemand versucht zu haben ein absolut aufregend, frisches Kommissarenteam zu erfinden, dass sich irgendwo zwischen lustig und überragend durch eine actionreiche Ermittlung hangelt. Problem: dem ganzen fehlte für dieses Experiment einfach der Tiefgang.

Von den neuen Figuren wissen wir im Grunde nichts, was nicht nach 5 Minuten schon klar war: Stellbrink hat einen an der Waffel, soll aber der geniale Polizist sein, Marx wäre gern Lara Croft und Staatsanwältin Dubois ist das Abbild dessen, was man von Bachelor-Absolventen sagt: hochnäsig, karrieregeil aber irgendwie praktisch unfähig.

Auf Handlungsseite steht dann eben noch das größte Problem: ist doch schon nach wenigen Minuten der Episode klar, dass der Dolmetscher irgendwie in die ganze Geschichte verstrickt ist, braucht es noch etwa 45 Minuten (und zwei ganze Tage im Film), bis der Ermittlungsapparat auch auf diese Idee kommt und urplötzlich werden 80% der Gesamthandlung der Folge in den letzten 20 Minuten im Schnelldurchlauf aufgerollt: Kommissarin ermittelt auf eigene Faust und deckt Bodypacker Klinik auf, Polizei versucht Kommissar zu fangen, dieser flüchtet mit seiner Geisel, schluckt die Drogenpäckchen selber, verfolgt die Verdächtigen bis zur Grenze und schafft es mit eine kurzer Unterredung mit französischen Polizeibeamten alles zumindest so ein wenig aufzuklären.

Und ohnehin, es gab eben immer wieder diese kurzen Momente, in denen man sich fragte, warum immer noch einer drauf gesetzt werden muss. Endgültig war es dann für mich der Fernschuss auf den Autoreifen der Diplomaten, der mich zu dem Entschluss kommen lies:

Sorry, Tatort: das war absolut gar nichts.

Leid tut es mir für Devid Striesow, dessen schauspielerische Leistung allein nicht genug war, diesen Tatort noch irgendwie zu retten. Denn leider hat auch sein Charakter dazu beigetragen, dass ich mich eher irgendwie bei Sven Martinek und Der Clown fühlte als an einem Sonntagabend-Tatort. Schade.

 

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We Are Augustines: Chapel Song (Musikvideo)

27.01.2013 | music | Kein Kommentar

Gerade eben schaute ich mir die ZDF.info-Doku Ständig erreichbar an, die ich bei Testspiel entdeckte und absolut empfehlenswert finde, als zwischendurch ein Song lief, den ich zwar bereits kannte, der mir gefiel, welchen ich aber nicht identifizieren konnte. Ganz im Sinne der Doku also eben das iPhone gezückt (die Programmiererin, die sie währenddessen im Zug darüber interviewten, erklärte gerade warum Apps so wichtig und hilfreich seien), Shazam geöffnet und als Ergebnis Chapel Song von We Are Augustines als Ergebnis ausgespuckt bekommen und direkt erinnert:

Chapel Song war dieser Song mit dem unheimlich simplen, aber coolen One-Take Video, in dem zwei der Bandmitglieder den Song spielten und zwischen auf der Straße drapierten knutschenden Paaren herliefen. Wie gesagt, simple, aber eben toll gefilmt. Eigentlich ein Unding, dass ich das Video hier nicht vorher gepostet habe. Dies sei hier mit nun nachgeholt und ich werde nun noch schnell die letzten 10 Minuten der ZDF-Doku schauen und mich dann dem Nord-Derby widmen. Nur der HSV!

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INTRODUCING: Abby im Berliner Bi Nuu

27.01.2013 | music | Kein Kommentar

Gestern Abend lief zu später Stunde, während ihr alle Bier trankt, tanztet oder schon wieder im Bett lagt auf Arte eine Übertragung des Intro-Festes Introducing mit einer der wohl spannendsten deutschen Bands des letzten Jahres: Abby. Ich selbst konnte mich im Sommer zwei Mal von ihren Live-Fähigkeiten überzeugen können und habe die Jungs auch auf dem Rock an der Mühle Backstage getroffen und bin mit ihnen bei einem Bier ins Gespräch gekommen. Sympatische Menschen und live eben ein absolutes Highlight im letzten Jahr.

Das Album Friends and Enemies ist für den März angekündigt, einen kleinen Albumtrailer könnt ihr hier sehen. Außerdem gibt es gerade den Song Wings & Feathers als Gratis-Download.

Nun aber Film ab für den Introducing-Auftritt. 38 Minuten, die es absolut wert sind.

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Me And My Drummer: You’re A Runner (Musikvideo)

25.01.2013 | music | Kein Kommentar

Jetzt auch mal ohne viele Worte: eine Band, die auf meinem Radar immer mal wieder auftauchte, aber nie mit Beachtung meinerseits beschenkt wurde: Me And My Drummer.

Gestern Abend war ich in Osnabrück im Haus der Jugend beim TV NOIR-Tourkonzert von Enno Bunger und eben Me And My Drummer. Zwar waren wir leider so spät dran (lange Geschichte; in Kurzform: Pizza bestellt, lange gewartet, vom Pizzamann am Telefon vertröstet und letzten Endes verarscht worden, nach 2 Stunden dann kalte, fiese Pizza gehabt, im falschen Parkhaus geparkt), dass wir pro Band gerade mal 3-4 Songs hören konnten, das sollte aber nichts daran ändern, dass mir dieser Song so unheimlich bekannt vor kam und ich irgendwie nicht still stehen konnte. Und auch die anderen Songs wussten zu überzeugen. Eine späte, aber gute Einsicht: diese Band hat sich meine Beachtung gestern erspielt.

Insgesamt übrigens ein wirklich klasse Format gestern: zwei Bands, die abwechselnd in mehreren Blöcken ihre Songs zum Besten gaben in teilweise gemischter Besetzung und untereinander viel kommunizierten und auch harmonierten. So etwas sollte es meiner Meinung nach öfter geben.

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Enno Bunger: Roter Faden (FLMR-Session @ Ducklake Studio)

25.01.2013 | film, music | 3 Kommentare

Diejenigen, die hier schon etwas länger mitlesen, werden sicherlich wissen, dass ich seit knapp zwei Jahren mit meinem Filmkollektiv FLMR. Musikvideos produziere. Neben dem üblichen Musikvideos haben wir seit dem Sommer noch ein kleines Nebenformat laufen, dass sich FLMR Sessions nennt, bei denen wir mit Bands kurze Acoustic-Sets vor oder nach ihren Gigs filmen.

Ende des Jahres haben wir ein kleines Special für dieses Format gemacht und mit unseren Freunden der Band Enno Bunger in Hesel im wunderschön flachen Ostfriesland eine Live-Session mit vier Songs im Ducklake Studio gefilmt. Die Videos sollen jetzt in den nächsten Wochen erscheinen und gestern Abend haben die Jungs das erste Video aus dieser Session zum Song Roter Faden auf ihrem YouTube-Account veröffentlicht:

Wie das dann so leider ist, kommt natürlich mit dieser positiven Nachricht auch ein durchaus bitterer Beigeschmack, denn im selben Atemzug gab die Band bekannt, dass sie nach einer Abschiedstour (Daten unten) nicht mehr in dieser Form zusammen spielen wird, sondern Sänger Enno das Projekt solo weiterführen wird.

Hier die noch anstehenden Tourdaten:

TOURDATEN

TVNOIR KONZERTE #8, ENNO & ONNO + ME AND MY DRUMMER – TICKETS

25.01. Oldenburg – Kulturetage

27.01. Darmstadt – Centralstation (ausverkauft)

30.01. Freiburg – Jazzhaus

31.01. Karlsruhe – Jubez

01.02. München – Milla (ausverkauft)

02.02. München – Milla (ausverkauft)

03.02. Stuttgart – Wagenhallen (ausverkauft)

05.02. Dresden – Scheune (ausverkauft)

07.02. Leipzig – Werk 2 – Halle A

08.02. Bremen – Lagerhaus (ausverkauft)

14.02. Rostock – Zwischenbau

15.02. Hamburg – Übel & Gefährlich (ausverkauft)

16.02. Hamburg – Übel & Gefährlich – Zusatzkonzert

17.02. Berlin – Astra (ausverkauft)

 

WIR SIND VORBEI TOUR 2013 – Die letzte Tour als Band

06.03. Köln – Blue Shell – TICKETS

08.03. Kassel – Alter Schlachthof – TICKETS

09.03. Wawern – Singer-Songwriter-Festival / Ehem. Synagoge – TICKETS

14.03. Bremen – Tower – Doppelkonzert mit WOLFGANG MÜLLER – TICKETS

15.03. Ascheberg – Landgasthof Langenrade

16.03. Kiel – Räucherei: Kulturrausch

17.03. Münster – Pension Schmidt (+ Pilar Prospektor) – TICKETS

18.03. Frankfurt am Main – Ponyhof – TICKETS

19.03. Stuttgart – Merlin – TICKETS

20.03. Heidelberg – Häll – TICKETS

21.03. Aarau (CH) – KiFF

22.03. Freiburg – Waldsee – TICKETS

23.03. Buchloe – Hirsch Lindenberg

24.03. Wien (AT) – B72

26.03. Berlin – Cassiopeia – TICKETS

27.03. Magdeburg – Projekt7: Songtage – TICKETS

28.03. Hannover – Gut e.V.

29.03. Hamburg – Prinzenbar

31.03. Leer – Heimspiel im Zollhaus + Special Guest

13.04. Husum – Husum Harbour Festival, mit Honig, Kat Frankie, Sir Simon TICKETS

11.05. Kressbronn – Tastenfestival

31.05. Mannheim – Maifeld Derby, mit The Notwist, Efterklang, Sophie Hunger, uva

05.07. Leipzig – Substanz Open Air – TICKETS

26.07. (AT) Sonnegger See / Kärnten – Acoustic Lakeside Festival, mit Bush, u.a.

 

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Foals: My Number (Musikvideo)

25.01.2013 | music | Kein Kommentar

Foals haben mich seit ihrem Debütalbum Antidotes vor 5 Jahren stetig begleitet. Ich denke da muss ich gerade in meinem Umfeld niemandem was vor machen: sie zählen zu meinen absoluten Lieblingsbands. Dabei weiß ich gar nicht so genau, was genau an ihrem Style mir so gut gefällt, liegen doch Welten zwischen Songs wie Hummer (Antidotes, 2008) und Spanish Sahara (Total Life Forever, 2010).

Fakt ist: am 08. Februar 2012 erscheint die dritte Platte, die den viel versprechenden Namen Holy Fire trägt, und alles, was man bisher von dieser Platte gehört hat, macht mich einfach nur gespannt! Sei es der erste Output Inhaler, der irgendwie sehr rotzig wirkte, der eher gesetzte Song Late Night (welcher mein bisheriger Favorit ist) oder eben auch My Number, zu dem es jetzt ein Video gibt: Foals zählen für mich auch 2013 mal wieder zu den absoluten Empfehlungen.

Das Video? Kein Problem:

Mehr Videos von Foals gibt es hier auf tape.tv!

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Mailbox: innovative Mail-App für iOS

24.01.2013 | thoughts | Kein Kommentar

Ich bin seit gut vier Jahren Apple-Nutzer und das sowohl im Desktop- als auch im  mobilen Bereich. Als ich mir seiner Zeit mein MacBook bestellte war ich total angetan vom Apple-eigenen Mailclient “Mail”. Vorher hatte ich mich irgendwie immer mal wieder mit Outlook oder auch Thunderbird herumgeschlagen, aber kein Programm wirkte so sortiert trotz eines hohen Funktionsumfangs wie Mail. Auch die folgenden Versionen, die mit den neueren Betriebssystemen ausgeliefert wurden, hatten sich in meinen Augen stetig verbessert. Trotzdem habe ich irgendwann den Spaß an diesem Client und somit auch den am Mails schreiben und lesen im Allgemeinen verloren. Abhilfe schaffte mir dann letztes Jahr dieser minimalistische, aber irgendwie schöne und leichte Mailclient Sparrow, den ich mir sowohl für Mac OS X als auch iOS zulegte und der auch bis heute (trotz fehlender neuer Versionen und Weiterentwicklung, da von Google aufgekauft) auf beiden Plattformen meine Mails organisiert.

Drei Probleme gibt es damit allerdings:

  1. Google warb die Entwickler für seinen eigenen Mailservice GMail ab, was mir zwar immer noch die Hoffnung gibt, dass es irgendwann einen Sparrow-ähnlichen GMail-Client geben wird, der mir gefällt, aber eben auch zur Folge hat, dass es keine größeren Updates für die Sparrow-Apps geben wird.
  2. Damit verbunden ist, dass eben ein Feature, welches besonders unter iOS fehlt, und auf der To-Do-Liste bei Sparrow stand, eben nicht erscheinen wird: Push-Notifications. Ich muss also manuell meine Mails abrufen, was zwar cool ist, wenn man nichts erwartet, aber in einem permanenten aktualisieren des Posteingangs endet, wenn man eben doch auf etwas wichtiges wartet. 
  3. Es gibt keine Version für das iPad, was gerade bei einem Retina iPad zur nahezu Unnutzbarkeit der App führt. Eine Katastrophe.

Die Mac OS X App, für welche ich seiner Zeit 9,99€ zahlte, tut ihren Dienst dennoch sehr gut und zuverlässig, auch wenn ich da doch sehr gespannt bin, ob ich sie noch weiter nutzen werde, wenn .Mail endlich erscheint. Mal sehen.

Was ich aber sicher sagen kann, ist dass ich auf mobiler Basis (zumindest auf dem iPhone) bald eine neue App testen werde, deren Ausrichtung ähnlich des “Get mail done.”-Slogans von Sparrow sich darauf zu konzentrieren scheint, das lesen, sortieren, managen von Mails zu jeder Zeit an jedem Ort verbessern zu wollen: Mailbox mit dem Slogan “Put Email In Its Place”. 

Schaut euch das Vorstellungsvideo selbst an:

Für meine Begriffe das wirklich fortschrittlichste Mailkonzept für iOS, welches ich bisher gesehen habe. Die Stärken liegen darin, eben weniger chronologisch und mehr nach Priorität Mails zu bearbeiten, das ganze schön lightweight wie es scheint und in adäquater Optik. Push-Notifications scheint es auch zu geben und eben die frohe Erwartung daran, Mails wieder gerne zu schicken und lesen. Denn wenn ich eines absolut nicht haben kann, ist es, Daten oder wichtige Dinge, die ich auf dem Schirm behalten will, via Facebook oder Twitter zu erledigen – dies kommt in meinem Umfeld leider zu häufig vor und ist für mich einfach nur anstrengend. Bleibt abzuwarten, wie das ganze Ding ankommt. Und wer weiß: hat das ganze Erfolg, wird es ja eventuell auch eine Desktop-App geben – die Hoffnung darauf besteht zumindest bei mir.

Wer jetzt auch Interesse daran bekommen hat, kann sich hier seine Mailbox reservieren. Ich habe dies bereits getan.

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Dokureihe: A Skier’s Journey

24.01.2013 | film | 3 Kommentare

Vor ein paar Tagen bin ich auf die alternative Videoplattform Reelhouse gestoßen, die (ich weiß gerade gar nicht mehr wo) damit warb, qualitativ hochwertige Videos bereit zu halten und in irgendeiner Weise innovativer zu sein als die üblichen Verdächtigen. Normalerweise ist man ja resistent bei derartiger Werbung, aber im Fall von Videoplattformen konnte ich einfach nicht anders und musste das Ding mal etwas genauer unter die Lupe nehmen. Was jetzt daran allerdings innovativ sein soll (abgesehen davon, dass es auch Paid-Content gibt, was ich im Grunde sogar gut finde), weiß ich nicht genau, die Videos, die ich dort allerdings zu sehen bekam, waren in der Regel schon von guter Qualität, was offenbar auch daher rührt, dass Filmemacher eben selbst die Videos da hochladen und es scheinbar wenige bis keine Rips von geschütztem Material gibt – bis jetzt. Für mich aber jetzt inzwischen täglich immer mal einen Besuch wert, denn zum Teil habe ich schon spannende Dinge dort gefunden.

Besonders gefesselt haben mich die neun bisher veröffentlichten Episoden der Reisedoku-Reihe A Skier’s Journey von Jordan Manley. Besonders die letzte Folge, in der es um Island geht hat mich mal wieder total umgehauen. Mehrere Skifahrer verbringen einige Zeit in einer alten Hütte am Meer in island und leben im Grunde wie die Menschen bis zu den 1940ern, als eben die Abwanderung aus jenem Gebiet, welches heute menschenleer ist, begann. Spannende Actionsequenzen vom Skifahren in den Isländischen bergen wechseln sich ab mit dem Interview eines Zeitzeugen aus damaliger Zeit und eben faszinierenden Landschaftsaufnahmen. 13 Minuten dauert diese Folge, alle weiteren findet ihr hier.

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Fotos: Porzellan LIVE (DVD Tipp)

24.01.2013 | film, music | Kein Kommentar

Morgen erscheint die von mir lang erwartete Live-DVD der deutschen Band Fotos (380 Grad/Rough Trade). Ich hatte das Glück vorab ein Exemplar zugesandt bekommen zu haben und konnte mir bereits ein Bild davon machen. Aufngenommen wurde Porzellan LIVE bereits im August letzen Jahres im Alten Theater Magdeburg. Das besondere dabei: es gibt kein Publikum, sondern nur einen großen leeren Raum, etwas Licht, Instrumente, Musiker und ein paar Kameras und Dolly-Tracks. Gespielt wurden neun der zwölf Songs des dritten Albums der Band, welches von Olaf Opal (u.A. auch für The Notwist verantwortlich) produziert wurde.

Die Idee dahinter war anscheinend, eine Kulisse zu schaffen, die dem Aufnahmeraum des Albums (einem ehemaligen Bunker ) glich, um einen natürlichen Raumklang zu erzeugen und diesen Raum als Klangerzeuger mit zu nutzen. Ähnlich wie bei den Studioaufnahmen von Porzellan war es das Ziel, “Leere hörbach zu machen” (laut Sänger Tom Hessler) und das in einer intimen Atmosphäre: ohne Publikum, aufgestellt im Kreis mit Blickkontakt unter den Musikern und einer Bühne, die die Größe einer Turnhalle hatte.

Nicht abzuweisen ist eine gewisse Ähnlichkeit zum erfolgreichen “From The Basement” von Nigel Godrich, die Umsetzung mit einem Filmteam aus dem eigenen Umfeld jedoch ist in meinen Augen so gut gelungen, dass dieser Vergleich in keinster Weise als negative Kritik gelten soll. Dass die Regie und der Schnitt nachher in der Hand der Band blieb, ist letzten Endes nicht verwunderlich, ist doch Drummer Benedikt Schnermann selbst im visuellen Bereich tätig und unter Anderem auch für einigen visuellen Output der Band Boy verantwortlich.

Fazit

Mit Porzellan LIVE knüpfen Fotos für mich an den guten Weg, den sie mit dem dritten Album bereits eingeschlagen hatten an. Letztes Jahr im Sommer durfte ich sie nach etwa fünf Jahren endlich mal wieder live erleben und war erstaunt ob des Dampfes, den die Jungs auf die Bühne brachten (und das eben auch bei den vermeintlich ruhigeren Songs der zweiten Platte). Meine Ewartungen an diese Live-DVD waren demnach entsprechend hoch, wurden aber absolut erfüllt. Ein absolut beeindruckender Sound, spannende Bilder und vor allem Kamerafahrten und eben Songs eines Albums, das ich ohnehin sehr schätze.

Einen kleinen Eindruck davon könnt ihr euch hier in Form des Songs Porzellan selbst machen:

Wenn ihr die DVD heute vorbestellt, kostet sie nur 6,99€. Dies könnt ihr hier tun: Fotos – Porzellan Live (Amazon-Partnerlink)

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