Der Berliner Produzent Robot Koch meldet sich mit The Other Side mit seinem dritten Studioalbum zurück. Mir persönlich sagte der Name Robot Koch vorher nichts, das Album hat mich aber direkt beim ersten Hördurchlauf vollkommen vom Schreibtisch an die Wand geblasen. Eine Mischmasch aus seichten elektronisch-sphärischen Songs und satten Beats im stetigen Wechsel zwischen satten Beats und beinahe-Balladen verspricht auf jeden Fall, dass die Platte so schnell nicht langweilig wird.
Robot Koch selber sagt, Nitesky sei der stärkste Song seiner Platte. Da stimme ich ihm einfach mal uneingeschränkt zu.
Hier das Album im Stream:
Zum Song Glassdrops gibt es sogar ein grandioses Video:
Am 28.10.2011 erscheint PeterLicht’s neues Album „Das Ende der Beschwerde”. Ein Fitzelchen und zwar den Song “Neue Idee” aus dem kommenden Album gibt’s aber schon jetzt zu hören. Das Video entstand in Zusammenarbeit mit der Bauhaus-Universität Weimar und läuft hier mittlerweile schon auf Heavy Rotation. Noch beeindruckender wird’s, wenn man sich dazu das Making-of ansieht. Aus mehreren Vorschlägen entschied man sich für den Stop-Motion-Prickelnadelvorschlag der Stundeten Amelie Lihl.
Kurze Notiz am Rande: Das Debüt der Band Yuck steht bei 3voor12 in voller Länge als Stream bereit. Ich würde es – gerade bei diesem Wetter – jedem ans Herz legen, der nichts gegen dreckige Gitarrenmusik hat. Erinnert mich ein wenig an meine Grunge Jugendhelden (nein, nicht Nirvana oder Sonic Youth in diesem Fall).
Also: hier anhören, staunen, mögen, laut hören, kaufen.
So, da ist er endlich in voller Länge: Make Some Noise von den wunderbaren Beastie Boys. Als Anheizer für’s kommende Album Hot Sauce Commitee Part 2 (Warum erscheint erst Part 2?) funktioniert der Song mit der eingängigen Melodie und den satten Beats wunderbar und reißt mich direkt mit. Beastie Boys haben mich bislang noch nie enttäuscht (gut, live auf dem Hurricane wirkten sie eher wie eine Punkband, was ich nicht so überzeugend fand)… auf Platte aber eigentlich immer top. Ich bin gespannt.
Heute ist ein guter Tag! Die Amazon-Bestellung kommt offensichtlich doch noch morgen an, bei mir sieht es endlich wieder so aus, dass auch mal Besuch hereinkommen kann und dann entdecke ich bei Dressed Like Machines noch dieses absolut unweihnachtliche, aber geniale Mixtape:
Turntableist Wick-It macht sich ran und erstellt ein grandioses Mashup mit dem Namen “THE BROTHERS OF CHIKO DUSTY”:
Big Boi’s “Sir Lucious Left Foot: The Son Of Chico Dusty” und The Black Keys’ “Brothers”, meiner absoluten Lieblingsplatte 2010.
Durch “Dance The Way I Feel” habe ich die Band kennengelernt. Noch im laufe der letzten Woche habe ich vom Release des Albums erfahren. Die Elektropopper tragen dabei eine schwere Bürde. Denn der Release des Debütalbums der Londoner wird überschattet.
Am 20. August 2010 hat sich Sänger Charles Haddon nach dem Auftritt der Band auf dem Pukkelpop in Belgien das Leben genommen, indem er sich im Backstagebereich des Festivalgeländes von einem Telefonmast stürzte. Grund dafür soll angeblich die Verletzung eines jungen Mädchens aus dem Publikum beim Stagediven gewesen sein.
Die Band hat sich entschlossen das Album dennoch zu veröffentlichen. Den ursprünglichen Albumtitel “Christ Died For Our Synths” wurde allerdings verständlichweise geändert und lautet nun “The Golden Year”
Anspielempfehlungen: The Key, Dance The Way I Feel, These New Knights.Hier geht’s zum Stream.
Hier noch das aktuelle Video zu The Key, welches am Todestag des Sängers gedreht wurde:
Wie bereits erwähnt, ist mit “Uptime/Downtime” das erste Album des Jahres 2010 bereits erschienen. Dafür verantwortlich: The Kleptones. Wie die vorherigen Alben auch schon, kann die neue Scheibe gratis auf der Seite des Künstlers heruntergeladen werden.
Und wenn mich jemand fragt: das Musikjahr 2010 beginnt gleich mit einem Kracher. Kleptones scheint nichts heilig zu sein. Die meisten kennen vermutlich schon seinen Beastie Boys/ The Prodigy / Pendulum MashUp “Voodoo Sabotage”, der es vor ein paar Wochen in das Netz geschafft hat. Mich hat er neulich ziemlich vom Hocker gehauen und durfte daher auch in meiner gestrigen Silvester-Playlist nicht fehlen.
Dieser Song ist mit Sicherheit der Meisterstück des Doppelalbums “Uptime/Downtime”, was aber definitiv nicht heißt, dass der Rest in der Versenkung verschwindet. Künstler wie Beatles, No Doubt, Dizzee Rascal, The Hives, Metallica, Rage Against The Machine oder auch New Order werden hier munter miteinander gemasht und als Resultat stehen Songs, deren Fragmente (seien es Basslines, Lyrics, Riffs, whatever) dem Zuhörer bekannt sind und mit denen nahezu jeder etwas anfangen kann.
Nach dem ersten durchhören schien mein persönlicher Favorite die “Uptime”-Seite zu sein, da sie insgesamt etwas lebendiger und fresher wirkt.
Mit “Uptime/Downtime” übertrifft Kleptones sich erneut selber. Er setzt die Messlatte für Alben in 2010 schon recht hoch an. Einige der neuen Song gab es schon im Rahmen seines Promo-Mixtapes aus dem Oktober zu hören. Das Tape gibt es bei Soundcloud zu hören:
Jeder, der auf MashUps steht und gerne mal einen etwas ungewöhnlichen Remix eines Evergreens hört, wird an Kleptones nicht vorbeikommen, behaupte ich.
Lustigerweise habe ich heute nacht auf der Silvesterparty einige Songs gehört, bei denen ich dachte, es könnte ein Kleptones-MashUp sein. Diese Vermutung sehe ich nun, da sich diese auf der neuen Platte wiederfinden bestätigt. Dieser DJ war nun wirklich up to date.
P.S. Mit jedem hören stellt man mehr Samples fest, die man bekannten Musikern zuordnen kann. Macht richtig Spaß die neue Platte!
UPDATE: Wie ich gerade auf Nerdcore gelesen habe, gibt es hier bereits eine Liste der Samples, die verwendet wurden (definitiv keine Garantie für vollständigkeit) und auch die Erklärung, warum es um Mitternacht noch nicht erhältlich war.