S O H N: Oscillate

09.08.2013 | music | 1 Kommentar

(Foto: Christian Bardenhorst)

SOHN habe ich euch bereits letzten Herbst hier vorgestellt. Vor zwei Wochen kam beim Appletree Garden Festival ich in den Genuss, den werten in Wien wohnhaften Briten live erleben und fotografieren zu dürfen. Ich kannte vorher nur einige wenige Songs, er hat mich aber trotz seines “schwierigen” Slots zwischen dem Secret Act Crystal Fighters und dem Headliner Shout Out Louds absolut überzeugt.

Die tiefen, wummernden Bässe, die melodischen Synthies und vor allem aber dieser sphärische Gesang sind genau der richtige Begleiter für dieses Wochenende. Nur am Rande bekam ich mit, wie sich zwei Besucher in der ersten Reihe schon vor dem Set unterhielten und sagten, SOHN sei der Geheimtipp für 2013, denn alle drei zuvor veröffentlichten Songs wären überall gut angekommen und er seit das nächste große Ding.

Ganz nüchtern: ich unterschreib das so.

Mit Oscillate höre ich nun den vierten Song-Output des Produzenten und er lässt mich ein weiteres mal blass stehen. Mein Begleiter für dieses Wochenende.

via electru

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Appletree Garden Festival 2013

25.07.2013 | music | 10 Kommentare
Appletree Garden Festival 2012 Schwarzweiss 03

Today I’ll leave home for a few days with some of my best friends. Our target: the beautiful Appletree Garden Festival in Diepholz. The festival exists since 2001 and I’ll be there for the fifth time this year. Like every year I’m really looking forward to camping on a really peaceful camping site, relaxed and kind people (even the securities used to be kind to me) and of course a lot of good artists.

The festival starts today with three pre-festival shows on the camping site. Mighty Oaks and Roosevelt are two of the acts today, that I’m really looking forward to.

On Friday there’ll be Kakkmaddafakka  of course as the headliner of the day, but also bands like Efterklang, When The Saints Go Machine and Ewert And The Two Dragons used to be great live-acts. My more or less secret tips for that day: german Singer-Songwriter Honig and the New Orleans duo  Generationals, whose song When they fight, they fight is present everywhere.

On Saturday Shout Out Louds will headline the program, which has a lot of pearls to explore: BRNS from Belgium, The/Das from Berlin and SOHN from London and Vienna are only some of the hidden secrets on the festival. My absolute Highlight will Mikhael Paskalev though. Beautiful pop music from Sweden with the special something.

For your inspiration I’ve added some videos of the artists below. Check them out and if you like them, you’ll have a problem: the festival is  SOLD OUT since weeks. Congratulations to the festivals’ makers. You did a great job!

Internet folk: see you on monday. If you want to stay up-to-date, make sure you follow me on Twitter and Instagram.

Mikhael Paskalev – I spy from André Chocron // Frokost Film on Vimeo.

Honig – In My Drunken Head (Official Video) from Honig on Vimeo.

Shout Out Louds – Illusions from Merge Records on Vimeo.

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Appletree Garden 2012: Schön war’s mal wieder!

Es gibt sie eben doch noch: diese gemütlichen Festivals, zu denen die Besucher wegen des Flairs und der Musik kommen.

Zum inzwischen vierten Mal war ich dieses Jahr als Fotograf auf dem Appletree Garden geladen. Jedes Jahr auf’s neue ist es wundervoll, wie man empfangen wird, wie nett die Menschen am Pressestand sind, wie freundlich die Thekenbedienungen und wie liebenswürdig einfach jeder, der irgendwie in das Festival involviert ist (Bands, Anwohner, Besucher und sogar die Securites inklusive).

Um es mal vor weg zu nehmen: Das Wochenende war mal wieder famos! Wir tanzten bei der Fahrraddisco auf dem Campingplatz, wir waren im Freibad schwimmen, wir aßen leckere Dinge und tranken guten Kaffee auf dem Festivalgelände, wir bekamen Sonnenbrand und nasse Füße und haben musikalisch einige Leckerbissen hören und sehen dürfen. Doch die Anekdoten gibt es später.

Meine musikalischen Highlights dieses Jahr:

BretonStreaming SatellitesVierkanttretlagerBalthazarApparat & Band und Crystal Fighters.

Enttäuschend hingegen:

Sizarr und Dillon. Bei beiden Bands sprang für mich der Funke nicht so richtig über. Dillon fand ich insgesamt einfach zu lahm, Sizarr fehlte live irgendwie einfach der Druck, den ich nach Boarding Time erwartet hätte. Würde ich mich aber gerne nochmal vom Gegenteil überzeugen!

 

Fotos

Meine Aufgabe auf dem Festival jedoch war das Fotografieren. Diese Aufgabe stand für mich dieses Jahr unter einem besonderen, aus der Not geborenen Motto: Minimalismus. Seit einiger Zeit fokussiert mein 30mm Sigma F/1.4 Objektiv derart zuverlässig am Fokuspunkt vorbei, dass es mit ihm eigentlich unmöglich ist bei Offenblende ein scharfes Fotos zu schießen. Da ich ja inzwischen durch das Filmen und analoge Fotografieren ohnehin viel ohne Autofokus arbeite, habe ich nun versucht, auch ein Konzert mal (nahezu) ohne Autofokus und lediglich durch den Sucher manuell zu begleiten. Und um ein größere Nachbearbeitung zu vermeiden, habe ich den Fotos lediglich die Farbe genommen und ein paar Kurvenkorrekturen vorgenommen. Qualitativ bin ich mit den Ergebnissen sehr zufrieden, von der Quantität her auch, da ich insgesamt nur etwa 400 mal den Auslöser betätigt habe. Spuren des analogen Fotografierens eben.

Und wer sich nun bis hier unten durch die Seite gescrollt hat, bekommt zur Belohnung noch die Vierkanttretlager/No-Future-Anekdote:

Zu späterer Stund’ des samstaglichen Abends liefen die Jungs von Vierkanttretlager an unserem Camp vorbei und wir tauschten lyrische Ergüsse zwischen französchem Bier und englischem Fisch aus. Als Dank für das von uns angebotene Bier und nach dem feierlichen abfausten wurde dann noch der Twingo mit einer netten “No Future”-Prägung auf der bereits von Tauwasser bedeckten Motorhaube signiert.

 

Das war das Appletree Garden Festival 2012. Bereits jetzt freue ich mich auf das nächste Jahr, vielleicht dann ja mit weniger Glitzer in euren widerlichen Fratzen!

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Appletree Garden 2011 (Fotos)

27.07.2011 | photography | 1 Kommentar


So, nach langer Zeit einmal wieder ein paar Fotos von mir, die ich am vergangenen Wochenende auf dem Appletreegarden Festival 2011 in Diepholz gemacht habe. Eine Mischung aus Farb- und Schwarzweiß-Aufnahmen. Publikum und Bands. Portraits und Totalen. Ein buntes Sammelsurium eben.

 

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Fotos: Appletree Garden 2010

15.08.2010 | photography | 1 Kommentar

Am 23./24. Juli stieg das bereits 10. Appletree Garden Festival in Diepholz. Auch in diesem Jahr war ich wieder mit von der Partie. Was die Herren und Damen dieses Jahr aufgetischt haben, war mal wieder sehr beeindruckend. Eine Mischung aus Newcomern des Indie Genres gepaart mit gesetzten Größen desselben wechselten sich hier ab. Viele Worte möchte ich nicht über das Festival verlieren, aber eines klar stellen: Wenn es ein Festival in Deutschland gibt, bei dem einfach jede Band so stilsicher gebucht ist, dass man sie sich unbedingt angucken möchte, dann ist es auf dem Appletree Garden. Wirklich: Jede Band, die ich mir angeschaut habe, hat mir irgendwie gefallen und ich war zumindest bei keiner so abgeneigt, dass ich den Platz vor der Bühne räumen wollte.

Meine Highlights 2010 waren (in nicht-wertender Reihenfolge): Go Back To The Zoo, Get Well Soon, Balthazar, Die Sterne, FM Belfast, We Were Promised Jetpacks und Hellsongs. Aber auch Bands wie Roman Fischer oder Friska Viljor oder We Have Band konnten mich überzeugen.

Hier nun ein Auszug meines fotografischen Raubzugs:

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Gastartikel auf kwerfeldein.de

23.10.2009 | photography | 2 Kommentare

Tiger Lou

Heute morgen ist auf Kwerfeldein.de mein Gastartikel “Ein Festivalsommer in 50mm” erschienen. Im ersten Teil dieses Artikels (Teil 2 folgt am Sonntag) berichte und reflektiere ich über meine Erfahrungen als Fotograf im Festivalsommer 2009. Seid so nett und hinterlasst Martin einen netten Kommentar.

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Apple Tree Garden 2009 – Fotostrecke

02.08.2009 | photography | 3 Kommentare

This is not the end of Tiger Lou, this is the fucking beginning!

Super 700Super 700Super 700Super 700KissogramVriska ViljorPeopleBEAT!BEAT!BEAT!BEAT!BEAT!BEAT!BEAT!BEAT!BEAT!Click Click DeckerPeopleSeifenblasenClick Click DeckerClick Click DeckerHasenmädchenVerantwortungPeopleHandsome FursBonapartesHandsome FursTiger LouTiger LouBoneparteBoneparteBoneparteBoneparte

Nachbericht folgt.

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Appletree Garden Festival 2009 – mit den schönsten und dicksten Äpfeln

20.07.2009 | music | Kein Kommentar

Appletree GardenAm 31.07. ist es wieder soweit: Diepholz wird heimgesucht von 1.500 – meist jungen – Indiefans. Und das nun bereits zum 9. Mal! Das ganze findet nicht etwa auf einer Rennstrecke irgendeiner Art statt, sondern stilecht in gemütlichem Grün “auf einer Waldlichtung irgendwo zwischen Osnabrück, Oldenburg und Bremen. Und auch 2009, so muss man zugeben, ist es den Veranstaltern erneut gelungen ein Indie-Festival auf die Beine zu stellen, dass auf der einen Seite sehr vielseitig und auf der anderen Seite auch modern ist. So finden sich zum Beispiel zwischen bereits eher älteren Hasen wie Tiger Lou (die in Diepholz übrigens ihr allerletztes Konzert spielen) oder auch ClickClickDecker frische neue Dinge wie zum Beispiel die Anfang-zwanziger Dúné aus Dänemark oder auch der eigene Indienachwuchs wie Beat!Beat!Beat! aus dem Raum Köln wieder.

Was aber den besonderen Charme dieses Festivals ausmacht, sind einfach die humanen Preise zu denen man hochinteressante Musik geboten bekommt. Wer im Vorverkauf zuschlägt, ist mit 16,50€ fürs Combi- oder mit 10€ fürs Tagesticket dabei.

Die oben erwähnten Bands sind natürlich nicht das Ende des Apfelbaums (5€ für die fette Phrasensau). Hier ein kleiner Ausblick auf meine Highlights:

Beat!Beat!Beat!

Gute deutsche Musik ist nicht abhängig von deutschen Texten. So schön die deutsche Sprache auch sein kann, gibt es doch Bands in Deutschland, die durch die Softness der Anglistik ihren ganz besonderen Charme entwickeln und deren Musik auch unter anderem wegen des Verzichts auf deutsche so unheimlich mitreißend und tanzbar sind. Eine dieser Bands ist Beat!Beat!Beat!. Ein haufen sympathischer Abiturienten, die schon quer durch Deutschland getourt sind und deren Musik zeitgemäßer ist, als teilweise die Vorbilder dieser. Indiemusik aus dem Bereich Foals und etwas Friendly Fires, um mal nur zwei Referenzen zu nennen. Ein absoluter Must-See.

Bonaparte

Kaum ein Album 2008 war bei mir in so starker Dauerrotation wie “Too Much”. Aber es gibt auch keinen Newcomer, der in meiner Clique stärker diskutiert wurde. Ein typischer Spalter eben: die einen stehen tierisch drauf, der Rest mag es garnicht hören. Das ist immer die Gefahr, wenn eine Band anders ist. “Anders” fängt in diesem Fall an bei den Texten: “Anti Anti” als Statement für sich. “Anders” geht aber auch weiter bei der Bühnenshow: eine Zirkuscrew auf der Bühne. Kostüme, tanzende Tiere. Für die Puristen unter den Musikfreunden sicherlich nicht der große Fang, für den großen Rest jedoch absolut lebendig und somit auch mit hohem Live-Amüsement. Ich gehöre definitiv zu denjenigen, die drauf stehen.

Dúné

Die Newcomer des Jahres 2008 in Dänemark. Irgendwo zwischen Rockmusik und Disco-/Electropop. Aber das Konzept geht auf! Ich denke jeder von uns wird unterbewusst “80 years” aus der Indiediskothek kennen und dazu getanzt haben. Stillhalten ist nämlich nicht möglich. Nun sind wir ein Jahr weiter und Dúné haben massig neue Songs im Gepäck, was den Auftritt noch um einiges spannender machen wird. Bleibt zu hoffen, dass der Dance-Faktor weiterhin bestehen bleibt und die Songs nicht an Druck verlieren.

The Black Box Revelation

Musik aus Belgien? Soulwax? Nein, nicht Soulwax. The Black Box Revelation. Indierock mit Blueseinschlag. Blues ist out? Blues ist nicht 2009? Bei The Black Box Revelation schon! Gute, handgemachte Rockmusik eben. Und die – so wage ich mal zu behaupten -  wird so schnell nicht von der Bildfläche verschwinden (trotz modernster Computertechnik).

Tiger Lou

Ich denke viel muss man zu Tiger Lou nicht mehr los werden. Der gute Rasmus Kellerman geht steil auf die 30 zu und Tiger Lou wird auf dem Appletree Garden das letzte mal live zu sehen sein. Seine Indie/Alternative Rocksongs leben von dieser besonderen Atmosphäre, die leicht düster aber dennoch nicht beängstigend sind. Ein riesiger Verlust für die gesamte Indieszene. Es freut mich bei diesem doch denkwürdigen Moment dabei zu sein.

Und nun der vollständigkeit halber noch der Rest des grandiosen Line-Ups:

Banana Roadkill, ClickClickDecker, Diego, Friska Viljor, Handsome Furs, Jack Beauregard, Kissogram, Ludwig Van, The Morbid Minds

für weitere Infos: www.appletreegarden.de

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