Das wollte ich niemandem vorenthalten: heute Abend läuft Fraktus im Kino eures Vertrauens an. Der Film des wohl witzigsten Humor-Kollektivs Deutschlands, Studio Braun, wird dem Trailer nach zu urteilen mal wieder urkomisch und sollte den Kinobesuch auf jeden Fall wert sein. Ich werde ihn mir am Sonntag ansehen!
Worum es geht?
Von Westbam bis Scooter, von Blixa Bargeld bis Dieter Meier: Die Electronic-Szene ist sich einig – FRAKTUS waren es. FRAKTUS haben Techno erfunden. Haben seine Ästhetik, seine Klangrevolte, seine Technik vorweggenommen.
Aber dennoch sind FRAKTUS ein Mythos geblieben. Trotz vielversprechender Anfangserfolge in den 80er-Jahren und ihrem einzigartigen Sound. Zwar enorm einflussreich und hochgeschätzt von Szene-Kollegen weltweit, aber als Band vor über 25 Jahren im Streit auseinander gegangen und heute nur noch Insidern ein Begriff.
Was wurde aus ihnen? Was machen die drei heute? Kann es ein Comeback dieser Pioniere geben?
Der Film spürt die drei grundverschiedenen Musiker auf: In Hamburg, in Brunsbüttel und auf Ibiza findet Musikproduzent Roger Dettner die deutschen Techno-Urväter: Dirk „Dickie“ Schubert, Bernd Wand und Torsten Bage. Und ihm gelingt die pop-historische Sensation: Er bringt FRAKTUS zurück an einen Tisch und wieder ins Studio. Nach 25 Jahren schließt sich ein Kreis: FRAKTUS treten wieder auf. Die Musikhistorie wird neu geschrieben.
Diesmal mit FRAKTUS als zentralem Kapitel. Geschichte vergisst wahre Erfinder nie. Selbst FRAKTUS nicht.
Die Website Made By Handlagerte nun schon einige Monate bei mir im Instapaper, habe ich aber bisher komplett vergessen, hier vorzustellen. Made By Handist eine Kurzportrait-Serie, die diejenigen feiert, die noch Dinge von Hand produzieren. Davon ausgehend, dass die Dinge, die wir essen, trinken, nutzen, etwas über uns als Individuen aussagen, werden Menschen porträtiert, die mit einer gewissen Liebe und Leidenschaft ihrer handwerklichen Tätigkeit nachgehen.
Bisher gibt es drei Folgen, die sich allesamt anzusehen lohnen.
Brian Michael Gossett hat dieses Video für das Projekt People for Bikes, welches sich dafür einsetzt, die Welt fahrradfreundlicher zu machen, produziert. Mit Hilfe einiger mit Miniprojektoren ausgestatter Radfahrer, zaubert er seine Illustrationen an Wände, Säulen und alles, was man im urbanen Umfeld findet und schafft so scheinbar magische Welten, die ein echtes Eigenleben besitzen. Unten hinterm Quelllink könnt ihr euch seine Illustrationen noch ansehen.
Mein netter Freund Simon hat mich netterweise auf etwas wirklich spannendes aufmerksam gemacht: The Mast Brothers.
Und was mich daran so fasziniert:
Bisher war Schokolade für mich nicht mehr als eine Süßigkeit, ein Dickmacher, etwas Leckeres und eben etwas, was man hin und wieder in sich hineinstopft. Die beiden Brüder Rick und Michael Mast machen selber Schokolade und für sie ist Schokolade weitaus mehr als nur das Geschäft mit der Produktion und dem Verkauf von Schokolade, es ist eine Lebenseinstellung.
Im folgenden gut 8-minütigen Video begeistern euch die beiden genau dafür!
Ansehen:
Wer sich noch weiter interessiert, ein weiteres Video, welches die Zusammenarbeit mit ihrem Haupt-Kakaobohnen lieferanten zeigt.
Die universale Frage, die sich jeder Filmanfänger und auch sonst die halbe Welt bestimmt schonmal gefragt hat, beantwortet in 50 Sekunden: Was braucht man für einen guten Film?
Vielleicht eher als visueller Leitfaden zu verstehen.
Hier das Rezept:
Protagonist: Salz
Antagonist: Pfeffer
Liebe: Petersilie
Handlung: Öl
Konflikt: Chili
Effekte: Glitzer
Medium: Filmrolle
Sound: Musiktape
Vor drei Wochen war ich auf dem Hurricane Festival in Scheeßel. Danke an dieser Stelle nochmal an Thang und AXE, die mir das ermöglicht haben.
Unser Campingnachbar Johannes Carstens hat nun endlich den Beweis geliefert, dass er nicht nur das krasseste Equipment mit zum Festival geschleppt hat (Stative, jeglich denkbare Brennweiten und Papis Schultergurt des Stihl-Laubpusters), sondern auch ein super stimmungsvolles Porträt dessen erstellt hat, was auf diesem 70.000 Leute+ Festival auf dem Campingplatz abgegangen ist.
Mehrfach hat er auch mich beim Konsum von Bier erwischt. Setzen, eins!
Ab dafür:
Spike Jonze, der sich auch für das grandiose Video zu Arcade Fires The Suburbs verantwortlich zeigt, hat für den Skatefilm Fully Flared ein fünf minütiges Intro produziert, bei dem diverse Skater über diverse Hindernisse springen, sliden, grinden, während diese explodieren. Das Ganze aufgenommen in extremer Slow-Motion und mit abgefahrenen Farben ergibt ein Meisterwerk. Abspielen in Fullscreen und mit Boxen auf guter Lautstärke, bitte!
Diesen Kurzfilm über zwei Brüder, die einen kleinen Twist um das Erbe haben, habe ich die Tage entdeckt, aber völlig vergessen, zu posten! Ich würde beinahe so weit gehen, zu sagen, dass die beiden ein leicht suboptimales Verhältnis zueinander haben. Entstanden ist das Ganze als Abschlussprojekt einiger Studenten an der Universität Bergen. Nehmt euch diese 14 Minuten Zeit, der Film – der übrigens ohne Dialog auskommt – ist es definitiv wert!