Mammutprojekt: Fotoarchiv

16.09.2009 | thoughts | Kein Kommentar

Fotostapel

Ich weiß nicht, ob eventuell der Sperrmüll hier auch eine Teilschuld trägt, aber auch ich fange an, auszumisten. Zwar habe ich rein physisch keine Stauraumprobleme für all’ meine Fotos. Es gibt keine klobigen Kisten, die lange im Weg stehen und wenn man mal an sie ran will, sind sie bereits zugestellt. Wenn ich es mir recht überlege: darüber bin ich wirklich glücklich.

Dennoch ist auch im Jahre 2009 das “aufbewahren” von Fotos immer noch ein Thema, dass vielen Fotografen echte Kopfschmerzen bereiten kann. Ebenso ist es auch bei mir seit einigen Wochen. Die Menge, die man mit einer Akkuladung auf eine 4GB-Karte bekommt, ist im Vergleich zu früher echt immens. Höchste Einstellungstufe, RAW-Modus auch zwischendurch mal. Bild bearbeiten, Original natürlich nicht löschen, bearbeitete Version auch in Vollauflösung abspeichern. Im Handumdrehen – und oftmals ohne, dass man es bemerkt – ist die Festplatte voll.

So oder zumindest so ähnlich ist es bei mir momentan auch. Gestern habe ich festgestellt, dass ich insgesamt 27.000 Fotos aus den letzten 3 Jahren auf meiner Festplatte habe. Das macht im Schnitt 9000 Bilder pro Jahr und 24,657342 Bilder pro Tag. Die Anzahl an Fotos auf meiner Festplatte sind also so viele, als hätte ich jede Stunde ein Foto geschossen – und das seit nunmehr drei Jahren (Der Hinweis, dass Fotos, die einfach absolut verwackelt, unterbelichtet, etc waren ohnehin schon zum Teil vorm Import auf den Rechner von der Speicherkarte geflogen sind sei hier auch noch einmal angebracht).

Zwar sind die Fotos ja schön in einer ordentlichen Ordnerstruktur, also nicht ganz so chaotisch, aber dennoch habe ich vieles aufgehoben, von dem ich mich längst hätte trennen können.

Was mache ich nun mit den Fotos? Meine erste Idee war, diese auf CDs/DVDs zu brennen, diese schön im Schrank zu archivieren. Gut. Keine Chance. Zeitaufwand steht in keiner Relation zum Nutzen, den ich daraus hätte, wollte ich mal wieder auf alte Fotos zurückgreifen. Da ist mir meine Lösung, die Fotos auf eine externe Festplatte auszulagern doch lieber.

Also bleibt mir eigentlich nur noch eine Möglichkeit, den kostbaren Speicherplatz wieder freizugeben: aussortieren. Ich bin genau an dem Punkt angelangt, an den ich eigentlich nicht wollte, habe mich inzwischen aber damit abgefunden, nachdem ich ein wenig heute meinen Newsreader durchgeguckt habe und festgestellt habe, dass ich ein riesiges Problem mit Systematik, meine Fotos auszuwerten und auszwählen habe. Oftmals soll es hauptsächlich schnell gehen bis die Resultate online sind oder die Menschen, für die man dann mal Dinge fotografiert hat, die fertig bearbeiteten Fotos haben wollen. Diesem Streben, das auch realisieren zu können, habe ich mich zu oft – gerade nach Konzerten (Stichwort: Serienaufnahme) – gebeugt und einfach nur die guten Fotos weiterbearbeitet und die eher nicht so guten nicht noch weiter kategorisiert und gegebenenfalls gelöscht, sondern einfach auf der Festplatte behalten.

Das habe ich nun davon. Jetzt stehe ich an dem Punkt, wo ich rückwirkend für zumindest zwei der drei Jahre meine Fotos durchsehen und in meinen Augen wertlose Fotos löschen kann.

Falls jemand andere Tips oder Wege hat, seine Fotos systematisch zu archivieren, lasst es mich wissen. In den Kommentaren ist noch genug Platz dafür.

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