Frittenbude: Bilder mit Katze (Official Video)

20.02.2011 | music | Kein Kommentar

Frittenbude habe ich eigentlich ein wenig von meinem Radar verschwinden lassen. Nach der ersten Platte, die seinerzeit etwas völlig neues, cooles war, hat die Band für mich trotz fetter Konzerte beim Abifestival und Dockville echt an Attraktivität verloren. Die zweite Platte Katzengold finde ich nach wie vor eher durschnittlich und weit hinter dem Debüt zurückgeblieben.

Mit Ausnahme eines Songs: Bilder mit Katze. Genau zu diesem Song haben Frittenbude nun ein Video gedreht. Beschreibung: farblich und szenisch stilsicheres Indie-Video.

Ansehen:

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Überschusslorbeeren 2009

08.01.2010 | photography | 2 Kommentare

Krass oder? Ich werde jetzt mal richtig 2009 (fast schon Retro) bzw. teilweise auch richtig heftig 2008 (beinahe schon klassisch). Habe mich seit Weihnachten damit beschäftigt nochmal ein paar Fotos auszugraben, die ich in den vergangenen Jahren gemacht habe, aber noch nicht veröffentlicht habe.

Man könnte mir jetzt vorwerfen, dass ich einfach nur nichts anderes wüsste, was ich posten könnte. Stimmt zwar irgendwie, irgendwie aber auch nicht, denn ich hätte durchaus noch ein paar andere Dinge gehabt, die es Wert gewesen wären (Und weil ich ja sowas von integrativ und ein kleveres Kerlchen bin, zeige ich euch in dieser Klammer, dass es unter Anderem das Video zu einem neuen Massive Attack Song namens “Paradise Circus” wäre (hier ansehen). Auch interessant wäre es, hier zu verkünden, dass Frittenbude an einem neuen Album arbeiten, welches noch im Mai erscheinen soll. Insgesamt hätte ich hier erneut meine Vorfreude über das Musikjahr 2010 vom Stapel lassen können, aber gut.).

Hier nun: Die Überschusslorbeeren 2009.

An dieser Stelle sei zu diesem Foto noch gesagt, dass es quasi ein Glückstreffer war, der auch erst durch die intensive Nachbearbeitung zu dem Resultat wurde, welches mir so gefällt.

Dieses Foto hingegen ist bewusst entstanden und war eigentlich mal farbig. Leider ist es durch eine Vignettierung die ich vorgenommen hatte, bevor ich mir überlegt hatte, ein S/W-Bild daraus zu machen etwas körnig in den Ecken. Eigentlich steh ich ja nicht auf diese S/W-Farb-Mashups, aber in diesem Fall hat es mich irgendwie überzeugt.

Dieses Bild entstand im August 2009 auf dem Dockville in Hamburg-Wilhelmsburg. Das Foto fand ich von Anfang an toll, hatte aber keinen Rahmen gefunden, in dem ich es hätte veröffentlichen sollen. Nun ja. hier ist es nun. Beschreibt die gemütliche Atmosphäre des Festivals ganz gut würde ich sagen.

Dieses Foto stammt aus Hamburg. Den Typen hatte ich schonmal auf einem Foto. Wie gut mir dieser Blick auf seine Gestik jedoch gefällt ist mir erst sehr spät aufgefallen. Interessant war auch der Kaffeebecher im Vordergrund. Dieser war nicht etwa gefüllt mit Kaffee, sondern mit dem was man wohl vor 2002 als Groschen bezeichnet hätte.

Weitere Fotos gibt es noch bei mir auf dem Flickr-Stream. Eventuell folgen dort noch ein paar. Mal sehen, was die Zeit so bringt und das Archiv noch so her gibt.

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Dockville 2009 – ein Abenteuerspielplatz

17.08.2009 | photography | 1 Kommentar

Am vergangenen Wochenende fand in Hamburg-Wilhelmsburg das dritte Dockville Festival von Freitag bis Sonntag statt. Für mich war es das erste Mal Dockville, da ich in den beiden Vorjahren entweder im Krankenhaus lag, oder doch enger in den Ferienjob eingebunden war, als ich es mir vorher erhofft hatte.

Dockville 2009

DockvilleNach einem intensiven Festivalsommer bildete das Dockville 2009 einen Höhepunkt der ganz besonderen Art. Es war nicht nur das Festival, dass nominell am besten besetzt war, sondern auch das, was auf der ganzen Linie am beeindruckendsten war. Was das Dockville-Team hier auf die Beine gestellt hat, ist genial. Das Dockville 2009 war zwar größer als erwartet mit immerhin 15.000 Besuchern allein am Samstag, hatte aber dennoch soviel Charme, dass es nicht mit der Lieblosigkeit der ganz großen Festivals gleichzusetzen ist. Das Gegenteil ist der Fall: hier haben sich Menschen Gedanken gemacht! Ich habe noch nie ein Festival gesehen, bei der die Geländegestaltung mit so viel Liebe zum Detail vorgenommen wurde – und dies nicht nur wegen der Künstlerprojekte! Es ist die gesamte Kulisse, die einem ins Auge sticht: Hafengebäude, wunderschöne Sonnenunter- und aufgänge und einfach so viele Kleinigkeiten, die Künstler in mühevoller Handarbeit aufgebaut hatten.

Rethe Speicher“Abenteuerspielplatz Dockville” – besser hätte ich es nicht ausdrücken können. Und was an Kunst aufgefahren wurde, war wirklich beachtlich! Das Highlight dürfte denke ich die Inszenierung der Künstlergruppe “Urban Screen” gewesen sein, die drei Nächte lang den Rethespeicher mit einer farbenfrohen Bildprojektion als Kunstobjekt haben da stehen lassen. Aber auch die anderen Kunstprojekte sind wirklich gelungen und vor Allem auch eine angenehme Beschäftigung gewesen, falls man mal nichts zu tun hatte. Hervor zu heben sind hier besonders das Horn (welches auch gleichzeitig noch als Bühne für DJ-Acts diente; eine Holzgebilde, dass allerlei Möglichkeiten bot, um mit einfachsten Mitteln (Holz und Metall) Musik oder zumindest Geräusche zu erzeugen) und das Projekt “Maske”, eine Holzhütte, in der ein Boxsack hing und Musik abgespielt wurde. Je stärker man auf den Sack einprügelte, desto friedlicher wurde die Ambientmusik. Die Idee, Musik mit weiteren Künsten zu verbinden, ist sicherlich nicht komplett neu erfunden, auf dem Dockville 2009 jedoch wirklich gut und innovativ umgesetzt worden. Der Kunstspielplatz ist eine wirkliche Bereicherung für das Dockville.

Der eigentliche Grund für die meisten der Besucher, zum Dockville zu fahren wird jedoch die Musik gewesen sein, was ja bei dem LineUp auch kein Wunder ist. Ich hoffe ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass ein Festival dieses Kalibers in der Lage ist, einer der Lichtblicke der Festivalkultur in Europa zu werden, wenn man weiterhin in dieser Liga spielt. Es ist nicht nur die Tatsache, dass mit MGMT eine der weltweit angesagtesten Bands der letzten zwei Jahre ein exklusives Deutschlandkonzert gespielt hat, oder Turbonegro einfach der Dauerbrenner in Sachen Rockmusik ist, sondern einfach auch die Mischung aus ebendiesen Größen und dem in der Szene angesagtesten, was es momentan in Deutschland und Europa gibt.

Blumentopf

BlumentopfAuch nach Jahren machen die Jungs auf der Bühne noch einen frischen Eindruck. Neue wie alte Songs sind in der Live-Performance immer noch ein Stück genialer, als sie es auf Platte schon sind. Wortgewandtheit und Wortwitz sind wohl die Quintessenz der Bayern, die sich merklich genau damit befassen, wo sie gerade auftreten. Nicht nur ihre Freestyle-Einlagen während des Gigs ließen dies spüren, sondern auch der immer wieder individuelle Touch, dem sie einigen Songs verpassen, indem Bezug Textzeilen passend auf das Dockville umgeformt werden. HipHop at its best!

Turbonegro

TurbonegroHier kann man sich dem Blumentopf-Urteil fast nur anschließen. Turbonegro schaffen es immer wieder aufs Neue mit ihren skurrilen Bühnenoutfits und ihren eingängigen Rocksongs das Publikum zu begeistern. Ich würde Lügen, wenn ich behaupten würde, ein riesiger Turbonegro-Fan zu sein, aber dennoch fasziniert mich diese Band live immer wieder aufs neue. Lauthals gröhlt das Publikum jeden Refrain mit und eine Gänsehaut entsteht (besonders, wenn man direkt vor den Fans im Fotograben steht), wie man es nur selten spürt. Sie sind zwar schon Dinosaurier, aber wie es auch die Urtiere taten, werden sie noch viele Jahre immer wieder begeistern können.

Mediengruppe Telekommander

Mediengruppe TelekommanderAuf nahezu jedem Festival entdecke ich eine Band für mich, die ich zwar vorher schon kannte, aber nicht den richtigen Draht zu ihr gefunden habe. Auf dem Dockville war dies die Mediengruppe. Ihre Elektro-Punk Interpretation wirkt einerseits zwar sehr rudimentär, hat aber eine unglaubliche Eingängigkeit. Treibende Drums und Bässe, schrille Gitarrensounds und ein Gemenge aus Software-Synths wechseln sich ab mit teils gerappt, teils gesungen oder einfach nur ins Mikro geschrienen Phrasen. Punk’s Not Dead! Er ist nur einfach elektronischer im Jahr 2009. Genau das schien auch dem Publikum zu gefallen, welches nämlich tierisch abging.

DJ Mad

DJ MadVielleicht ist Mad ein wenig der Pechvogel des Dockville 2009. Sein Slot am Samstag Mittag war mit Sicherheit nicht der günstigste, den man sich wünscht. Dementsprechend waren auch recht wenig Leute vor der Bühne, als er auf höchstinteressante Weise Songs, die man niemals miteinander verglichen hätte zu einem neuen Gesamtwerk zusammenmixte. Soul, Electro, Oldies, Popmusik. Kein Genre blieb außen vor und es ist doch immer wieder schön altbekannte Melodien und Rythmen wiederzuerkennen und als neue Interpretation eines so sympathischen Künstlers zu bestaunen. Wer also die Möglichkeit hat, DJ Mad in einem Club nocheinmal an den Plattentellern zu sehen, sollte diese auf jeden Fall wahrnehmen.

Beat!Beat!Beat!

Beat!Beat!Beat!Es ist mit Sicherheit nicht einfach für eine so junge Band vor so vielen Leuten auf die Bühne zu gehen und sein Set zu spielen. Ich war echt überrascht, wie viele Leute vor der Dorfbühne standen, um die Indie-Newcomer aus Viersen zu bestaunen. Ihre sehr gefühlsbetonten Songs gehen ins Ohr und der Ohrwurm sitzt bei mir immer noch tief im Gehörgang (“I was someone”). Das wohl beeindruckendste jedoch war, als plötzlich alle Zuschauer beim letzten Song “Fireworks” begannen, mitzusingen. Beat!Beat!Beat! haben ja dieses Jahr schon einige interessante Festivals gespielt und ich vermute ihr Vormarsch wird so schnell nicht aufhören. Ihre Zeit wird kommen – 2010.

The Whitest Boy Alive

The Whitest Boy AliveEins meiner beiden persönlichen Highlights. Mit einfacher Besetzung und auch recht simplem Spiel schaffen es die vier das Publikum zum kochen zu bringen. Und das obwohl ihre Songs ja eigentlich garkeine Partykracher sind. Sehr smooth kommen sie auf den Alben daher. Tanzbar, aber eben nicht die Ausrastesongs. Live sieht das wieder anders aus: es werden gerne mal drei Stück mit leichter Variation des Tempos ineinader gefadet, um das auf- und ab der Masse nicht zu unterbrechen. Und um die Masse dann entgültig für sich zu gewinnen ist natürlich ein Coversong nie verkehrt. Mit “Show Me Love” von Robin S. haben sich The Whitest Boy Alive zwar eine schwierige Aufgabe gestellt, es aber geschafft dem Song ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Ein von vorne bis hinten geniales Konzert. Highlight #1.

MGMT

MGMTIch vermute keine Band an diesem Wochenende wurde so negativ von den Besuchern diskutiert, wie MGMT. Und dies denke ich auch nicht zu Unrecht. Dem ein oder anderen Kritiker darf man vielleicht vorwerfen, dass er nur wenige Songs der Band kennt (eben diejenigen, die veröffentlicht wurden und den stärksten Electrotouch haben) und deswegen enttäuscht wurde, der großen Masse muss ich aber Recht geben. Nicht nur die Tatsache, dass sich das Ganze eher nach 70s Rock anhörte als nach Electro Pop, sondern eher, dass die Bandmitglieder das ganze auch noch sehr unenthusiastisch darboten trug zu diesem schlechten Eindruck bei. Es klingt live definitiv anders als auf Platte, aber es bleibt dennoch gute Musik. Vielleicht blieben MGMT hinter den Erwartungen, schlecht waren sie aber definitiv nicht!

Frittenbude

FrittenbudeDie Hallenbühne war genau der richtige Ort, um diese Band auftreten zu lassen. Kleine Bühne, überfüllte Halle. Geniale Stimmung, tropische Temperaturen. Wer stehen bleibt ist selbst schuld, Interaktion ist hier gefragt! Ihre deutschsprachigen Songs, die sich inhaltlich um das Leben und die Liebe und Pandabären drehen wandeln sich im Club zu absoluten Partyhits. Da bleibt einem gar nichts anderes übrig als mitzusingen und zu tanzen. Irgendwo zwischen HipHop, Electro und Punk sind Frittenbude zu Hause und genau da haben sie ihre Niesche gefunden. Das ist Kunst – mindestens seit Samstag.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was an diesem Wochenende abgelaufen ist. Auch die Performances von Element of Crime oder Kettcar waren durchaus beeindruckend. Metronomy konnte ich leider nicht sehen, da sie zeitgleich mit Frittenbude gespielt haben und Wintersleep habe ich nur 3 Lieder mitbekommen, finde diese Band aber super sympathisch und live auch echt sehenswert. DJ Phono ist ein weiterer Garant für Disco-Stimmung und einen guten Rave gewesen, auch wenn die Luft echt drückend war.

Dockville – das Herz der deutschen Festivals

Ich blicke auf ein wirklich spannendes Wochenende zurück aus visueller, musikalischer und auch fotografischer Sicht. Das Dockville besticht einfach durch die vielen kleinen Details, die sich am Festivalwochenende zu einem pompösen Ganzen zusammenfügen. Besonders beeindruckend war die Geländeinszenierung durch die Künstler, aber auch die vielen anderen kleinen Dinge (Zusammenarbeit mit Hamburger Fashionlabel Vogelwerk und Verkauf der Hamburger Fritz-Kola) ergeben einfach ein ganz besonderes Flair, dass einfach für mich Hamburg widerspiegelt.

Auch von der Organisation wirkte das Ganze für mich sehr ordentlich (auch wenn Tetrapaks auf dem Festivalgelände zwecks Trinkwasserversorgung kein Beinbruch gewesen wären).

Das Dockville ist ein Stern am Festivalhimmel und zwar ein ganz heller. Ein Festival mit Herz, das Herz der Festivals in Deutschland.

Fotostream Dockville 2009

DockvilleBlumentopfBlumentopfBlumentopfBlumentopfTurbonegroTurbonegroMediengruppe TelekommanderPunkJongleurBrautjungfernSeifenbläserMaskeFahrradLightsDJ MadDJ MadBeat!Beat!Beat!Beat!Beat!Beat!WintersleepWintersleepWintersleepSeifenbläserinLego TattooPinapple AmpThe Whitest Boy AliveThe Whitest Boy AliveThe Whitest Boy AliveMGMTMGMTMGMTMGMTFrittenbudeFrittenbude

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