Gravenhurst: The Prize (Neue Single)

17.02.2012 | music | Kein Kommentar

Um Gravenhurst oder besser gesagt Nick Talbot ist es in den letzten Jahren ruhig gewesen. Nichts desto trotz üben die Dinge, die er anfasst immer wieder eine unheimliche Faszination aus. Nun steht mit The Prize die erste neue Single seit 2008 in den Startlöchern und auch ein neues Album mit dem Namen

The Ghost in Daylight wird Ende April kommen.

Wer Gravenhurst kennt, weiß natürlich, dass der Song nicht umsonst über sechs Minuten lang ist und es am Ende besonders spannend wird!

 

(via: WhiteTapes)

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Musikempfehlung: “Luxembourg” von Ikaria

24.09.2010 | music | Kein Kommentar

Vor ein paar Wochen bin ich auf die Band IKARIA aufmerksam gemacht worden. Dies geschah in Form des genialen Videos zu “Transmitter”. “Transmitter” ist irgendwie genau der richtige Song für etwas kälteres Wetter oder Abendstunden. Dies ist nicht zuletzt dem verschneiten Video zu danken.

Doch IKARIA und besonders ihr Longplayer “Luxembourg” sind nicht nur auf diesen einen Song zu reduzieren. Der sphärische Sound der gesamten Platte lädt zum durchhören ein! Durchhören? Ja richtig, das, was wir gemacht haben, als noch CDs in voller Länge gehört wurden.

Mit “Parabolic” und “Interference” geben IKARIA in den ersten beiden Songs vor, was uns auf dem Album erwarten wird: seichte, treibende Drums, melodische und atmosphärische Gitarren und ruhiger Gesang. Denn dies sind die markanten Momente, die sich in nahezu jedem Song auf der Platte wiederfinden.

Hier und da gibt es einen gezielten, dramatischen Kalviereinsatz (“Fragile”) oder der Bass bekommt einen Overdrive (“The Sorrow And The Pity”)

Die beiden Herzstücke des Albums sind aber in meinen Augen oben genannter Song “Transmitter”. Gefühlvoller, athmosphärischer Song, dessen Höhepunkt in meinen Augen der Einsatz des Glockenspiels ist. Sehr dezent, aber eben absolut passend. Das andere Herzstück ist der, wie ich finde, Ausreißer auf der Platte: “Young Hearts Fail”. Mit etwa sechs Minuten länge lässt sich erahnen, dass dieser fast schon postrockig daher kommt, was mir sehr zusagt.

“Luxembourg” ist mit Sicherheit ein gewöhnungsbedürftiges Album, keine Frage. Wenn man sich jedoch reinhört in die einzelnen Songs, wird einem nicht verborgen bleiben, welch Juwel sich hier versteckt sieht. Jeder Song für sich ist ein kleines Meisterwerk und wenn es draußen erstmal kälter wird und man sich erneut das Video zu “Transmitter” anguckt, wird einen die Magie dieser Band spätestens einholen.

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We Were Promised Jetpacks. Glanz&Gloria, Osnabrueck.

28.01.2010 | music | 1 Kommentar

Gestern Abend waren We Were Promised Jetpacks aus Edinburgh, Schottland zu Gast im Glanz&Gloria in Osnabrück. Die Band habe ich im Herbst letzten Jahres kennengelernt und mich enorm gefreut, als dieser Gig im Dezember bekannt gegeben wurde. Das Album “These Four Walls” dürfte wohl eines der Alben sein, welches ich im letzten Quartal 09 am meisten gehört habe.

Photo by Matt Karp.

Mir gefiel die Stimme auf Anhieb und diese etwas raue Art, in der die Songs daher kommen. Auf dem Album finden wir sowohl einige fast schon balladenartige Stücke, aber auch die typischen Indie-Tanz-Songs. Es versprach also ein ganz cooler Abend zu werden.

Einstig etwas unsicher war ich mir im Vorfeld zweier Dinge:

Kommen überhaupt viele Leute? Ich hätte WWPJ bisher allenfalls als eine Art Geheimtipp eingeschätzt, die auftauchen, aber auch sehr schnell wieder verpuffen. Die zweite Sache bei der ich mir nicht sicher war, ist die Live-Umsetzung der Songs. Klar, das Album klingt irgendwie etwas rau in seiner Art, dennoch hätte ich mir aber vorstellen können, dass die Songs live etwas schleppend daher kommen.

Glücklicherweise hat sich aber nichts dessen bestätigt. Das Glanz&Gloria war voll, wie ich es schon länger nicht mehr bei einem Konzert dort gesehen habe und die Band ist in meinen Augen live noch ein Stück weit aufregender als auf Platte.

Wenn mann die vier auf der Bühne beobachtet sieht man sehr gut, wie eine Band auf der Bühne harmoniert und wie sich eben alles zu einem Ganzen zusammenfügt und jeder noch seinen Teil dazu beiträgt, dass es noch ein Stück krachender wird.

Am Anfang des Konzerts stand ich relativ weit hinten und wegen der geringen Deckenhöhe des Clubs konnte man recht wenig von der Musikern wahrnehmen. Als ich dann aber weiter nach vorne ging, war ich geflasht. Es sind eben die Kleinigkeiten gewesen, die dieses Konzert zu einer besonderen Erfahrung gemacht haben. Sei es der punktuelle Einsatz des Glockenspiels oder die Tatsache, dass die Band immer wieder mit recht erfreutem Blick Kontakt zum Publikum aufnahm oder einfach das ewige Gefrickel an Bass und Gitarrre, was dem Ganzen eine besondere Soundwand in den Hintergrund stellte.

Ich denke diese Band wird uns dieses Jahr noch öfter auf diversen Festivals beschallen und das ist gut so. Die Truppe kommt sympathisch daher, ihre Songs haben eine gewisse Dynamik, die live besonders zu tragen kommt und scheinen bereits jetzt eine relativ solide Fanbase in Deutschland aufgebaut zu haben.

We Were Promised Jetpacks. Irgendwo zwischen tanzbarem Indiepop, energischem Punkrock und live sogar mit leichten Ausflüchten in atmosphärische Postrock Gefilde ist eine meiner Liveempfehlungen für das Jahr 2010.

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