Turbostaat: Sohnemann Heinz (Musikvideo)

05.03.2013 | music | Kein Kommentar

Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie freue ich mich auf die neue Turbostaat-Platte Stadt der Angst, welche irgendwann in dieser ersten Jahreshälfte erscheinen wird. Erstaunlich deswegen, da ich eigentlich immer der festen Überzeugung war, dass Turbostaat mich auf Platte einfach noch nie wirklich überzeugt haben. Live hingegen: je kleiner der Club, desto geiler die Show – und ich sah sie oft genug in kleinen Locations. Das neue Video zu Sohnemann Heinz finde ich von der Idee ganz cool, vor allem aber den Song ob des überraschenden Endes grandios! Weiter so! Mehr davon!

Turbostaat – Sohnemann Heinz from Clouds Hill on Vimeo.

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Musiktipp: Supermutant – FRVR

14.12.2012 | music | Kein Kommentar

supermutant-frvrMehr als gespannt war ich, als ich vor einiger Zeit eine Bemusterung der Band Supermutant aus Mönchengladbach in meinem Briefkasten fand. Klar, Promo-CDs flattern immer mal wieder rein, aber diese Band kommt aus Mönchengladbach, was nicht nur wie in der Pressemitteilung schon angekündigt nicht gerade das musikalische Mekka Deutschlands ist, sondern für mich persönlich auch noch eine Stadt ist, die ich kennenlernen musste, ihr aber absolut gar nichts abgewinnen konnte (schließlich wohnt meine Freundin aktuell noch dort und hat mir viele der hässlichen Ecken der Stadt gezeigt).

Nichtsdestotrotz ist von der Hässlichkeit dieser Stadt auf dem gesamten Debüt FRVR  nichts zu hören – zumindest nicht so, dass ich es als schlecht empfinden würde. Im Gegenteil: mit FRVR liefern die Gladbacher einen mehr als nur passables Erstlingswerk, dass ihre Wurzeln aus dem Punkrock zwar nicht gänzlich verbirgt, aber sich von diesen durchaus gut und gerne ein Stück entfernt. Die Texte sind weder stark politisiert, noch handeln sie vom Skateboarden (um mal mit den typischen Punkrock-Klischees zu spielen), sondern handeln vom Leben, dem hier und jetzt und das mit einer ganz großen Portion persönlicher Note. Und ich glaube, dass ist die Stärke dieser Platte: textlicht raffiniert modern, musikalisch genau auf diesem schmalen Grat zwischen Indietanzmusik und Poppunk und eben einfacht authentisch aktuell.

Aktuell kann man sich die gesamte Platte auch noch bei Noisey im Stream anhören.

FRVR erscheint heute, am 14.12.2012 als CD und Download über das Kölner Label Comude, die Vinyl-Version erscheint auf Zeitstrafe.

Anspieltipps: Diamant, Brady Cardia, Gold Auf der Zunge

Wer sich also beim Beschaffen seiner Weihnachtsgeschenke in den Plattenladen seiner Wahl begibt, der sollte ab heute die Augen offen halten, den FRVR  wird heute veröffentlicht und die 10 Tracks, die in den letzten knapp drei Jahren entstanden sind, haben’s auf eine magische Weise in sich! Denkt also an eure Geschwister, Freundinnen, Freunde oder macht euch einfach selber ein Weihnachtsgeschenk, indem ihr diese Platte kauft!

 

Hier noch das Video zur Single Diamant:

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Fotos: StoneRock-Festival 2010

Vor über vier Wochen fand “mein” Festival, das StoneRock-Festival 2010 statt. Natürlich habe ich fleißig fotografiert, es bisher aber einfach nicht geschafft, die Fotos zu veröffentlichen. Dies soll nun geschehen. Jedoch werde ich nur eine kleine Auswahl hier vorstellen. Den Rest der Fotos gibt es dann in den nächsten Tagen auf der offiziellen Festivalseite zu sehen.
Warum alle Fotos in Schwarzweiß sind? Eine Laune. Nicht mehr nicht weniger. Ich denke das ein oder andere Foto werde ich auch nochmal in Farbe irgendwo hochladen.

Die Fotos die zu sehen sind, sind überwiegend von den Bands The Cinematics, Turbostaat, Cannibal Koffer, Eternal Tango und Go Back To The Zoo.

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We Were Promised Jetpacks. Glanz&Gloria, Osnabrueck.

28.01.2010 | music | 1 Kommentar

Gestern Abend waren We Were Promised Jetpacks aus Edinburgh, Schottland zu Gast im Glanz&Gloria in Osnabrück. Die Band habe ich im Herbst letzten Jahres kennengelernt und mich enorm gefreut, als dieser Gig im Dezember bekannt gegeben wurde. Das Album “These Four Walls” dürfte wohl eines der Alben sein, welches ich im letzten Quartal 09 am meisten gehört habe.

Photo by Matt Karp.

Mir gefiel die Stimme auf Anhieb und diese etwas raue Art, in der die Songs daher kommen. Auf dem Album finden wir sowohl einige fast schon balladenartige Stücke, aber auch die typischen Indie-Tanz-Songs. Es versprach also ein ganz cooler Abend zu werden.

Einstig etwas unsicher war ich mir im Vorfeld zweier Dinge:

Kommen überhaupt viele Leute? Ich hätte WWPJ bisher allenfalls als eine Art Geheimtipp eingeschätzt, die auftauchen, aber auch sehr schnell wieder verpuffen. Die zweite Sache bei der ich mir nicht sicher war, ist die Live-Umsetzung der Songs. Klar, das Album klingt irgendwie etwas rau in seiner Art, dennoch hätte ich mir aber vorstellen können, dass die Songs live etwas schleppend daher kommen.

Glücklicherweise hat sich aber nichts dessen bestätigt. Das Glanz&Gloria war voll, wie ich es schon länger nicht mehr bei einem Konzert dort gesehen habe und die Band ist in meinen Augen live noch ein Stück weit aufregender als auf Platte.

Wenn mann die vier auf der Bühne beobachtet sieht man sehr gut, wie eine Band auf der Bühne harmoniert und wie sich eben alles zu einem Ganzen zusammenfügt und jeder noch seinen Teil dazu beiträgt, dass es noch ein Stück krachender wird.

Am Anfang des Konzerts stand ich relativ weit hinten und wegen der geringen Deckenhöhe des Clubs konnte man recht wenig von der Musikern wahrnehmen. Als ich dann aber weiter nach vorne ging, war ich geflasht. Es sind eben die Kleinigkeiten gewesen, die dieses Konzert zu einer besonderen Erfahrung gemacht haben. Sei es der punktuelle Einsatz des Glockenspiels oder die Tatsache, dass die Band immer wieder mit recht erfreutem Blick Kontakt zum Publikum aufnahm oder einfach das ewige Gefrickel an Bass und Gitarrre, was dem Ganzen eine besondere Soundwand in den Hintergrund stellte.

Ich denke diese Band wird uns dieses Jahr noch öfter auf diversen Festivals beschallen und das ist gut so. Die Truppe kommt sympathisch daher, ihre Songs haben eine gewisse Dynamik, die live besonders zu tragen kommt und scheinen bereits jetzt eine relativ solide Fanbase in Deutschland aufgebaut zu haben.

We Were Promised Jetpacks. Irgendwo zwischen tanzbarem Indiepop, energischem Punkrock und live sogar mit leichten Ausflüchten in atmosphärische Postrock Gefilde ist eine meiner Liveempfehlungen für das Jahr 2010.

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