Fotos: Porzellan LIVE (DVD Tipp)

24.01.2013 | film, music | Kein Kommentar

Morgen erscheint die von mir lang erwartete Live-DVD der deutschen Band Fotos (380 Grad/Rough Trade). Ich hatte das Glück vorab ein Exemplar zugesandt bekommen zu haben und konnte mir bereits ein Bild davon machen. Aufngenommen wurde Porzellan LIVE bereits im August letzen Jahres im Alten Theater Magdeburg. Das besondere dabei: es gibt kein Publikum, sondern nur einen großen leeren Raum, etwas Licht, Instrumente, Musiker und ein paar Kameras und Dolly-Tracks. Gespielt wurden neun der zwölf Songs des dritten Albums der Band, welches von Olaf Opal (u.A. auch für The Notwist verantwortlich) produziert wurde.

Die Idee dahinter war anscheinend, eine Kulisse zu schaffen, die dem Aufnahmeraum des Albums (einem ehemaligen Bunker ) glich, um einen natürlichen Raumklang zu erzeugen und diesen Raum als Klangerzeuger mit zu nutzen. Ähnlich wie bei den Studioaufnahmen von Porzellan war es das Ziel, “Leere hörbach zu machen” (laut Sänger Tom Hessler) und das in einer intimen Atmosphäre: ohne Publikum, aufgestellt im Kreis mit Blickkontakt unter den Musikern und einer Bühne, die die Größe einer Turnhalle hatte.

Nicht abzuweisen ist eine gewisse Ähnlichkeit zum erfolgreichen “From The Basement” von Nigel Godrich, die Umsetzung mit einem Filmteam aus dem eigenen Umfeld jedoch ist in meinen Augen so gut gelungen, dass dieser Vergleich in keinster Weise als negative Kritik gelten soll. Dass die Regie und der Schnitt nachher in der Hand der Band blieb, ist letzten Endes nicht verwunderlich, ist doch Drummer Benedikt Schnermann selbst im visuellen Bereich tätig und unter Anderem auch für einigen visuellen Output der Band Boy verantwortlich.

Fazit

Mit Porzellan LIVE knüpfen Fotos für mich an den guten Weg, den sie mit dem dritten Album bereits eingeschlagen hatten an. Letztes Jahr im Sommer durfte ich sie nach etwa fünf Jahren endlich mal wieder live erleben und war erstaunt ob des Dampfes, den die Jungs auf die Bühne brachten (und das eben auch bei den vermeintlich ruhigeren Songs der zweiten Platte). Meine Ewartungen an diese Live-DVD waren demnach entsprechend hoch, wurden aber absolut erfüllt. Ein absolut beeindruckender Sound, spannende Bilder und vor allem Kamerafahrten und eben Songs eines Albums, das ich ohnehin sehr schätze.

Einen kleinen Eindruck davon könnt ihr euch hier in Form des Songs Porzellan selbst machen:

Wenn ihr die DVD heute vorbestellt, kostet sie nur 6,99€. Dies könnt ihr hier tun: Fotos – Porzellan Live (Amazon-Partnerlink)

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Musiktipp: Supermutant – FRVR

14.12.2012 | music | Kein Kommentar

supermutant-frvrMehr als gespannt war ich, als ich vor einiger Zeit eine Bemusterung der Band Supermutant aus Mönchengladbach in meinem Briefkasten fand. Klar, Promo-CDs flattern immer mal wieder rein, aber diese Band kommt aus Mönchengladbach, was nicht nur wie in der Pressemitteilung schon angekündigt nicht gerade das musikalische Mekka Deutschlands ist, sondern für mich persönlich auch noch eine Stadt ist, die ich kennenlernen musste, ihr aber absolut gar nichts abgewinnen konnte (schließlich wohnt meine Freundin aktuell noch dort und hat mir viele der hässlichen Ecken der Stadt gezeigt).

Nichtsdestotrotz ist von der Hässlichkeit dieser Stadt auf dem gesamten Debüt FRVR  nichts zu hören – zumindest nicht so, dass ich es als schlecht empfinden würde. Im Gegenteil: mit FRVR liefern die Gladbacher einen mehr als nur passables Erstlingswerk, dass ihre Wurzeln aus dem Punkrock zwar nicht gänzlich verbirgt, aber sich von diesen durchaus gut und gerne ein Stück entfernt. Die Texte sind weder stark politisiert, noch handeln sie vom Skateboarden (um mal mit den typischen Punkrock-Klischees zu spielen), sondern handeln vom Leben, dem hier und jetzt und das mit einer ganz großen Portion persönlicher Note. Und ich glaube, dass ist die Stärke dieser Platte: textlicht raffiniert modern, musikalisch genau auf diesem schmalen Grat zwischen Indietanzmusik und Poppunk und eben einfacht authentisch aktuell.

Aktuell kann man sich die gesamte Platte auch noch bei Noisey im Stream anhören.

FRVR erscheint heute, am 14.12.2012 als CD und Download über das Kölner Label Comude, die Vinyl-Version erscheint auf Zeitstrafe.

Anspieltipps: Diamant, Brady Cardia, Gold Auf der Zunge

Wer sich also beim Beschaffen seiner Weihnachtsgeschenke in den Plattenladen seiner Wahl begibt, der sollte ab heute die Augen offen halten, den FRVR  wird heute veröffentlicht und die 10 Tracks, die in den letzten knapp drei Jahren entstanden sind, haben’s auf eine magische Weise in sich! Denkt also an eure Geschwister, Freundinnen, Freunde oder macht euch einfach selber ein Weihnachtsgeschenk, indem ihr diese Platte kauft!

 

Hier noch das Video zur Single Diamant:

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Enno Bunger: Wir sind vorbei (Vinyl-Release via Crowdfunding)

13.11.2012 | music, thoughts | Kein Kommentar

Meine Freunde von Enno Bunger haben ein Startnext-Projekt an den Start gebracht, in dem sie per Crowdfunding die Kohle für ein Vinylrelease ihres Anfang des Jahres erschienen Albums Wir sind vorbei zusammen bekommen wollen. Selber riesiger Fan der Platte, will ich nun natürlich gern, dass es dieses Release gibt!

Die Aktion läuft noch 38 Tage, gut 700€ der angestrebten 2000€ sind bereits zusammen gekommen.

Gemeinsam schaffen wir das doch, oder?

Zum Startnext-Projekt

Sänger Enno hat euch das Projekt auch nochmal in einem kurzen Clip beschrieben:

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Die Video-Preview-Party in 3D!!! (Fotos)

Am vergangenen Freitag gaben Manko Nova eine kleine Preview-Party zum Videorelease, bei der wir mit unsern Freunden das Videorelease feierten und auch das erste Mal das Video einer Art Öffentlichkeit präsentierten. Als besonderes Schmankerl haben wir einen gefakten 3D-Effekt auf das Video gelegt und jedem Besucher eine Rot/Cyan-3D-Brille auf’s Auge gedrückt.
So in etwa sah das ganze dann aus:
Und weil die Stimmung so geil war, gab es einen Dancefloor und zwei toppe DJ-Sets und es wurde getanzt. Toller Abend!

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Vorstellung: CLOUD CONTROL (AUS)

09.10.2009 | music | 1 Kommentar

Heute steht das digital-only-Release der australischen IndiePop Newcomer CLOUD CONTROL an. Ich habe bereits vorab die Möglichkeit gehabt, reinzuhören und meinen Senf hier dazu abzugeben. Wenn man sich das Foto hier oben anschaut, sieht man besonders eines: vier ganz normale Menschen. Und genau das sind CLOUD CONTROL auch. 2005 haben sich die Vier zusammengetan und komplett der Musik verschrieben. In den idyllischen Blue Mountains nahe Sydney fanden sie Inspiration, um mit ihrer EP ganz besonderes Stück Popmusik zu erstellen.

Wenn man CLOUD CONTROL hört, wird einem vor allem eines auffallen: Musik kann einen zu einem Zeitreisenden machen. Schließt man beim hören der EP die Augen, so wird man sich irgendwo in den 60er Jahren wiederfinden, öffnet man sie wieder nach Ende des letzten Songs, befindet man sich aber wieder in 2009. Man könnte diese Tatsache natürlich mit irgendeinem “Retro-Revival”-Kommentar abtun und unzählige Beispiele anfügen. Genau das möchte ich hier nicht tun, denn CLOUD CONTROL sind eine der wenigen Bands, bei denen das Konzept aufgeht, denen ich das abkaufe.

CLOUD CONTROL machen sehr seichten, Indiepop mit einem beständigen Country-Touch. Neben einem sehr trashigen Schlagzeug besticht der Sound besonders durch die Synthie-Einsätze. Sänger Alister Wright verleiht dem ganzen mit seiner sehr charakterstischen Stimme eine ganz besondere Stimmung, die durch die Backgroundgesänge von Keyboarderin Heidi Lenffer noch viel weiter intensiviert wird.

Sie erzählen Geschichten aus dem Leben über das Leben. Mir besonders gut gefallen haben die Songs “Buffalo Country”, “Vintage Books” und “Death Cloud”, welcher in einer Live-Version auf der EP vertreten ist.

Ich denke die EP hat das Potential, es weit zu bringen! Wer auf Indie steht, kommt nicht daran vorbei reinzuhören! Es ist mit Sicherheit nicht das Werk, das ich vor dem Discobesuch in den Player schmeiße, aber es ist eines, welches einfach so zeitlos ist, dass man es immer mal wieder hören kann! Musik für jedermann, an die sich aber bestimmt nicht jeder traut!

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