We Were Promised Jetpacks. Glanz&Gloria, Osnabrueck.

28.01.2010 | music | 1 Kommentar

Gestern Abend waren We Were Promised Jetpacks aus Edinburgh, Schottland zu Gast im Glanz&Gloria in Osnabrück. Die Band habe ich im Herbst letzten Jahres kennengelernt und mich enorm gefreut, als dieser Gig im Dezember bekannt gegeben wurde. Das Album “These Four Walls” dürfte wohl eines der Alben sein, welches ich im letzten Quartal 09 am meisten gehört habe.

Photo by Matt Karp.

Mir gefiel die Stimme auf Anhieb und diese etwas raue Art, in der die Songs daher kommen. Auf dem Album finden wir sowohl einige fast schon balladenartige Stücke, aber auch die typischen Indie-Tanz-Songs. Es versprach also ein ganz cooler Abend zu werden.

Einstig etwas unsicher war ich mir im Vorfeld zweier Dinge:

Kommen überhaupt viele Leute? Ich hätte WWPJ bisher allenfalls als eine Art Geheimtipp eingeschätzt, die auftauchen, aber auch sehr schnell wieder verpuffen. Die zweite Sache bei der ich mir nicht sicher war, ist die Live-Umsetzung der Songs. Klar, das Album klingt irgendwie etwas rau in seiner Art, dennoch hätte ich mir aber vorstellen können, dass die Songs live etwas schleppend daher kommen.

Glücklicherweise hat sich aber nichts dessen bestätigt. Das Glanz&Gloria war voll, wie ich es schon länger nicht mehr bei einem Konzert dort gesehen habe und die Band ist in meinen Augen live noch ein Stück weit aufregender als auf Platte.

Wenn mann die vier auf der Bühne beobachtet sieht man sehr gut, wie eine Band auf der Bühne harmoniert und wie sich eben alles zu einem Ganzen zusammenfügt und jeder noch seinen Teil dazu beiträgt, dass es noch ein Stück krachender wird.

Am Anfang des Konzerts stand ich relativ weit hinten und wegen der geringen Deckenhöhe des Clubs konnte man recht wenig von der Musikern wahrnehmen. Als ich dann aber weiter nach vorne ging, war ich geflasht. Es sind eben die Kleinigkeiten gewesen, die dieses Konzert zu einer besonderen Erfahrung gemacht haben. Sei es der punktuelle Einsatz des Glockenspiels oder die Tatsache, dass die Band immer wieder mit recht erfreutem Blick Kontakt zum Publikum aufnahm oder einfach das ewige Gefrickel an Bass und Gitarrre, was dem Ganzen eine besondere Soundwand in den Hintergrund stellte.

Ich denke diese Band wird uns dieses Jahr noch öfter auf diversen Festivals beschallen und das ist gut so. Die Truppe kommt sympathisch daher, ihre Songs haben eine gewisse Dynamik, die live besonders zu tragen kommt und scheinen bereits jetzt eine relativ solide Fanbase in Deutschland aufgebaut zu haben.

We Were Promised Jetpacks. Irgendwo zwischen tanzbarem Indiepop, energischem Punkrock und live sogar mit leichten Ausflüchten in atmosphärische Postrock Gefilde ist eine meiner Liveempfehlungen für das Jahr 2010.

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We Were Promised Jetpacks

29.10.2009 | music | Kein Kommentar

wewerepromisedjetpacks

Wie vermutlich jeder Musikinteressierte Mensch, entdeckt man immer mal wieder Bands für sich, die man dann (entschuldigt diesen Ausdruck) total abfeiert. Bei mir momentan so geschehen mit WE WERE PROMISED JETPACKS aus Glasgow. Neulich durch Zufall den Song “It’s thunder and it’s lightning” gehört, der ja ein ruhigerer, aber verdammt spannender Song ist.

Das ganze Album gefällt mir unheimlich gut und ist auf jeden Fall ein Kandidat meiner Top-Alben 2009. Nun mein Anspieltipp “Quiet Little Voices” bei YouTube:

Und zu allem Überfluss habe ich gestern noch festgestellt, dass diese WWPJ im Januar bei uns in Osnabrück zu Gast sind! Das freut keinen mehr als mich. Also: reinhören!

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