Alles Neu: Wolf Collage

12.02.2014 | music | Kein Kommentar
Wolf Collage

Rodney Brown alias Wolf Collage aus Kalifornien zieht mich jetzt seit etwa einer Woche in seinen Bann. Seine mit 8 Songs schon recht lange EP Forward erschien Anfang 2014 und läuft bei mir momentan auf Hochtouren. Zu finden und zu kaufen für schlappe 5$ (drei Euro und ein bisschen) auf seinem Bandcamp-Profil. Das letzte Jahr war für den talentieren, jungen Musiker offenbar kein Leichtes, diese Erfahrungen aber in Form von Musik zu verarbeiten für uns als Zuhörer definitiv eine Gute! Sehr träumerisch und emotional und eben einfach sehr roh und authentisch kommt seine Mischung aus träumerischer Popmusik und Elementen von typischen Songwritern daher.

Das beste Beispiel dafür bietet der Song Glow, der mein aktuell persönlicher Favorit der EP ist.

Wem es gefällt: Album kaufen, EP kaufen oder Shirt kaufen und damit gute Künstler supporten!

 

via nicorola

“Alles Neu” – ist das Format einer kontinuierlichen Artikelreihe, die sich mit den weniger bekannten musikalischen Neuentdeckungen befasst und junge Musikprojekte vorstellt, die eben noch nicht in aller Ohr sind, aber dennoch mehr Aufmerksamkeit verdient haben.
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Fotos: Porzellan LIVE (DVD Tipp)

24.01.2013 | film, music | Kein Kommentar

Morgen erscheint die von mir lang erwartete Live-DVD der deutschen Band Fotos (380 Grad/Rough Trade). Ich hatte das Glück vorab ein Exemplar zugesandt bekommen zu haben und konnte mir bereits ein Bild davon machen. Aufngenommen wurde Porzellan LIVE bereits im August letzen Jahres im Alten Theater Magdeburg. Das besondere dabei: es gibt kein Publikum, sondern nur einen großen leeren Raum, etwas Licht, Instrumente, Musiker und ein paar Kameras und Dolly-Tracks. Gespielt wurden neun der zwölf Songs des dritten Albums der Band, welches von Olaf Opal (u.A. auch für The Notwist verantwortlich) produziert wurde.

Die Idee dahinter war anscheinend, eine Kulisse zu schaffen, die dem Aufnahmeraum des Albums (einem ehemaligen Bunker ) glich, um einen natürlichen Raumklang zu erzeugen und diesen Raum als Klangerzeuger mit zu nutzen. Ähnlich wie bei den Studioaufnahmen von Porzellan war es das Ziel, “Leere hörbach zu machen” (laut Sänger Tom Hessler) und das in einer intimen Atmosphäre: ohne Publikum, aufgestellt im Kreis mit Blickkontakt unter den Musikern und einer Bühne, die die Größe einer Turnhalle hatte.

Nicht abzuweisen ist eine gewisse Ähnlichkeit zum erfolgreichen “From The Basement” von Nigel Godrich, die Umsetzung mit einem Filmteam aus dem eigenen Umfeld jedoch ist in meinen Augen so gut gelungen, dass dieser Vergleich in keinster Weise als negative Kritik gelten soll. Dass die Regie und der Schnitt nachher in der Hand der Band blieb, ist letzten Endes nicht verwunderlich, ist doch Drummer Benedikt Schnermann selbst im visuellen Bereich tätig und unter Anderem auch für einigen visuellen Output der Band Boy verantwortlich.

Fazit

Mit Porzellan LIVE knüpfen Fotos für mich an den guten Weg, den sie mit dem dritten Album bereits eingeschlagen hatten an. Letztes Jahr im Sommer durfte ich sie nach etwa fünf Jahren endlich mal wieder live erleben und war erstaunt ob des Dampfes, den die Jungs auf die Bühne brachten (und das eben auch bei den vermeintlich ruhigeren Songs der zweiten Platte). Meine Ewartungen an diese Live-DVD waren demnach entsprechend hoch, wurden aber absolut erfüllt. Ein absolut beeindruckender Sound, spannende Bilder und vor allem Kamerafahrten und eben Songs eines Albums, das ich ohnehin sehr schätze.

Einen kleinen Eindruck davon könnt ihr euch hier in Form des Songs Porzellan selbst machen:

Wenn ihr die DVD heute vorbestellt, kostet sie nur 6,99€. Dies könnt ihr hier tun: Fotos – Porzellan Live (Amazon-Partnerlink)

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Kurzfilm: The Silent City

18.11.2010 | film | Kein Kommentar

Dass ich eine Vorliebe für gut gemachte Kurzfilme habe, dürften ja nun viele von euch wissen, poste ich ja wohl öfter in letzter Zeit. Dieser Kurzfilm, den ich in meinem Lieblingsmischwerk gefunden habe, lässt aber viele der vorher gezeigten echt blass aussehen, weil er einfach sehr professionell wirkt.
Leider “nur” ein Kurzfilm und kein Trailer oder Teaser für einen Kinofilm.

Seht selbst:

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Turntable Wanduhr

05.11.2010 | design | 1 Kommentar

Da ich ja momentan auf Wohnungssuche bin und wohl gegen Ende diesen/Anfang nächsten Jahres hoffentlich dann eine neue Bleibe habe, freue ich mich immer, wenn ich Inspirationen für meine Wohnungseinrichtung sehe. So geschehen gerade eben auf dem Blog von Denis Welsch, der eine Turntable Wanduhr entdeckt hat.

Foto von http://www.etsy.com/

Fotos von http://www.etsy.com/

Mit 139$ hat diese einen ordentlichen Preis, die Einfachheit der Idee jedoch lädt natürlich zum Nachahmen ein. Defekte Plattenspieler könnte ich mir kurzerhand organisieren. Das schönste: Der Hintergrund der Wanduhr – die Vinyl – wäre austauschbar.

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We Were Promised Jetpacks – The Last Place You’ll Look

13.04.2010 | music | Kein Kommentar

Vor gut 4 Wochen ist die neue EP der Schotten von WE WERE PROMISED JETPACKS bei mir im Postkasten gelandet. Heute ist Releasedatum für Deutschland.
Ich hatte nun genau einen Monat Zeit, um mir die 5 Songs der EP intensivst zu Gemüte zu führen und werde nun ein paar Zeilen darüber schreiben.

Wer WE WERE PROMISED JETPACKS kennt und auch ihr Debütalbum “These Four Walls” gehört hat, hätte bei der EP einen ähnlich leichtfüßigen Mix aus schnellen punkigen und melodischen Tanzbaren Indie-Hymnen erwartet. eben ganu das, was WE WERE PROMISED JETPACKS bis dato auszeichnete.
Wer jedoch auch die Gelegenheit hatte, die Band live zu sehen, der weiß, dass es auch bei den “Jetpacks” etwas rauher zugehen kann.
Die neue EP “The Last Place You’ll Look” bildet in meinen Augen einerseits eine Schnittmenge aus genau den beiden Erfahrungen, die ich mit der Band gemacht habe, zeigt sie aber gleichzeitig auch von einer komplett anderen Seite.

Der Opener der EP “A Far Cry” kommt erstmal relativ düster und langsam daher. Die Gitarre anfangs wirkt sehr atmosphärisch und der Gesang fast apatisch. Erst mit Einsetzen der Drums nach 1:34 Minuten entfaltet sich der Song komplett und nimmt etwas Fahrt auf. Negativ? Rein gar nicht! Zwar gemächlich, aber eben sehr energiegeladen spielt sich “A Far Cry” fast 5 Minuten lang durch die Stereoanlage.

Der zweite Song “Short Burts” dürfte vielen bereits bekannt sein, denn er war in einer anderen Version bereits auf dem Album enthalten – jedoch in einer völlig anderen Version. Wo auf der Album-Version brachiale Gitarrensalven abgefeuert werden, stehen auf der “Short Bursts (Alternate Version” der EP die Stimme und ein Glockenspiel im Raum. Die sonst krachenden Drums begleiten rhythmisch. Am Höhepunkt des Songs steigen plötzlich sogar Streicher ein und der Gesang klingt fast chorhaft.

So ähnlich verhält es sich mit der sehr gefühlvollen Ballade “This is my house, this is my home”, welche auf der EP auch in einer Alternate Version erscheint. Mit gefühlvollem Gesang und von einem Klavier und Streichern begleitet wirkt der Song entschieden reifer und erwachsener. Ein Grundrauschen im Hintergrund gibt dem Song die gewisse Tiefe.

Der dritte Song der EP “The Walls Are Wearing Thin” ist ebenso atmosphärisch, wie auch kurz. Eine seichte Gitarre und viele Störgeräusche. Nach knapp zwei Minuten ist das Zwischenspiel vorbei. Oder doch ein Intro für Song #4?

Diser nämlich startet mit eben dem Titel von Song #3 als Textzeile. Auch hier gemächliche Gitarren, vordergründlicher Gesang und nach einiger Zeit treibende Drumbeats, die den Song nach vorne bringen. Dieser Song treibt sich Sekunde für Sekunde weiter Richtung Höhepunkt, welcher bei 3:40 Minuten erreicht ist und den Song dann ruhig ausklingen lässt.

Mit ihrer neuen EP “THE LAST PLACE YOU’LL LOOK” wirken WE WERE PROMISED JETPACKS erwachsener. Die Musik ist ausgereift und auch der Einsatz klassicher Instrumente wie erwähnte Streicher tragen ihren Teil dazu bei. Ich vermute nicht jeder “Jetpacks”-Fan wird die EP mögen, da eben viel der Energie, welche die Band ausstrahlte, fehlt.
In meinen Augen jedoch nicht auf Kosten der Qualität.
“THE LAST PLACE YOU’LL LOOK” zeigt eine weitere Facette einer interessanten, aufstrebenden Band, was mir zeigt, dass wir auch in den folgenden Monaten und Jahren noch viel Spaß an WE WERE PROMISED JETPACKS haben können.

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